Rotary Club Velbert unterstützt African Angel

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Harriet Bruce-Annan, die Studenten Rachel und Daniel sowie einige Mitglieder des Rotary-Clubs Velbert bei dem Treffen. Foto: privat
Harriet Bruce-Annan, die Studenten Rachel und Daniel sowie einige Mitglieder des Rotary-Clubs Velbert bei dem Treffen. Foto: privat

Velbert. Der Rotary Club Velbert unterstützt African Angel seit vielen Jahren. Der Verein kümmert sich vor Ort um Kinder, holt sie aus den Slums und bietet ihnen die Chance auf Bildung und Arbeit.

Über die Arbeit von African Angel und das Engagement der Rotarier berichtet Rainer Kischke für den Club wie folgt: Harriet Bruce-Annan, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, gründete im Jahr 2002 den Verein African Angel, um Kinder in ihrer Heimat Ghana zu unterstützen. Es geht dabei in erster Linie um Kinder aus den Slums von Bukom nahe der Hauptstadt Accra. Das Ziel ist, Slumkindern eine sichere Unterbringung zu gewährleisten und ihnen die Chance auf eine Schulbildung zu geben.

Unter hohem Eigenengagement sammelte Harriet Bruce-Annan Spenden und arbeitete zusätzlich als Reinigungskraft, um möglichst vielen Kindern Hoffnung und Perspektive zu geben. Engagierte Menschen im Verein sowie viele kleine und größere Spenden ermöglichten Erstaunliches: Mittlerweile betreibt das Projekt African Angel ein kleines Dorf bestehend aus Wohnhäusern, einer Schule, Farmland und Werkstätten. Weitere Details sind nachzulesen unter www.african-angel.de.

„Die Bildungsangebote in Ghana entsprechen oft nicht den Bedürfnissen des Landes“, erklärt Harriet Bruce Annan. So werden Studiengänge angeboten, die kaum Zukunftsperspektiven bieten, Kompetenzen im Handwerk, in der Landwirtschaft und im technischen Bereich werden jedoch kaum vermittelt. Um diesen Mangel zu umgehen, werden Talente gezielt im Ausland ausgebildet oder erhalten die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren.

Unterstützung vom Rotary Club

Der Rotary Club Velbert unterstützt dieses bemerkenswerte Projekt seit vielen Jahren. Dies geschieht durch Spenden und die Übernahme einer Patenschaft für einen jungen Menschen. „Unser Patenkind Raphael hält regelmäßig den Kontakt zu unserem Club. So können wir über eine monatliche Spende einen Beitrag leisten und uns über seine Entwicklung freuen“, informiert Jörg Tillmanns, der Präsident des Rotary Clubs und langjährige Kontaktperson zu Raphael.

Neben diesem langfristigen Engagement gibt es auch immer wieder kurzfristige Herausforderungen. So zerstörte kürzlich ein Starkregen infolge des Klimawandels das Wohngebäude der Jungen auf dem African-Angel-Campus. Dachkonstruktion, Elektroinstallation und vieles mehr mussten erneuert werden.

Studium geht trotz dem Krieg weiter

Zwei potentialstarke Jugendliche, Rachel und Daniel, studieren in Kiew internationale Betriebswirtschaftslehre und Agrarwirtschaft. Zusammen mit Harriet besuchten die beiden den Rotary Club. Hierbei berichteten Sie von ihrem Studium in Kiew, den schockierenden Erlebnissen bei Ausbruch des Krieges und ihrer Flucht von Kiew über Polen nach Deutschland.

Sie hoffen auf ein baldiges Ende des Krieges und sind emotional an der Seite ihrer Kommilitonen und Lehrkräfte. Besonders bemerkenswert ist, dass trotz des Krieges der Lehrbetrieb per Onlinemedien aufrechterhalten wird und weiterhin Prüfungen auf diesem Wege abgelegt werden können.

Die Mitglieder des Rotary Clubs Velbert haben diese Schilderungen sehr bewegt. Ebenfalls besteht die Überzeugung, über das Projekt African Angel Hilfe an einer richtigen Stelle zu leisten und Lebenswege junger Menschen positiv beeinflussen zu können.

So wurde eine zusätzliche Spende in Höhe von 1.500 Euro zugesagt, die kurzfristig auf den Weg gebracht wird und laut Harriet einen großen Beitrag leisten wird.