Städte- und Gemeindebund rechnet mit viel mehr Briefwählern

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Auf einem Stimmzettel ist ein Kreis mit einem Kreuz markiert.
Auf einem Stimmzettel ist ein Kreis mit einem Kreuz markiert. Foto: picture alliance/Caroline Seidel/dpa/Symbolbild

Köln (dpa/lnw) – Der Städte- und Gemeindebund NRW rechnet bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl am 15. Mai mit doppelt so vielen Briefwählern als bei der Landtagswahl 2017. «Wir gehen davon aus, dass fast jeder Zweite per Brief wählen wird, ähnlich wie bei der Bundestagswahl 2021», sagte der Präsident des Kommunalen Spitzenverbands Eckhard Ruthemeyer (CDU) dem «Kölner Stadt-Anzeiger». In einigen Kommunen seien nach dem Versand der Wahlbenachrichtigung in nur zwei, drei Tagen mehr Anträge eingegangen als bei der Landtagswahl 2017 insgesamt.

Es gebe eine rasante Veränderung im Wahlverhalten, sagte Ruthemeyer dem Blatt. Bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr sei das große Interesse an der Briefwahl noch auf die Pandemie zurückgeführt worden, da viele Menschen Sorge gehabt hätten, sich im Wahllokal anzustecken. «Aber die aktuelle Nachfrage spricht dafür, dass wir es vor allem mit einem gesellschaftlichen Wandel zu tun haben», sagte der CDU-Politiker. Offenbar wollten immer mehr Menschen «flexibel bleiben und den Rücken frei haben für das Wochenende».