Susanne Gaensheimer bleibt Direktorin der Kunstsammlung NRW

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Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, schaut in die Kamera.
Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, schaut in die Kamera. Foto: Marcel Kusch/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Susanne Gaensheimer bleibt bis 2031 Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Der Vertrag der promovierten Kunsthistorikerin sei um weitere sieben Jahre verlängert worden, teilte die Landesgalerie in Düsseldorf am Mittwoch mit. Das Kuratorium der Kunstsammlung und das Landeskabinett hätten der Verlängerung zugestimmt.

Gaensheimer (55) gehöre «zu den herausragenden Museumsleiterinnen Deutschlands und international», sagte Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). Sie habe die beiden Häuser K20 und K21 «für wegweisende internationale Stimmen geöffnet». Gaensheimer habe gezielt auch nicht-westliche Positionen der Moderne und Werke bedeutender Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts erworben. Damit habe sie neue Perspektiven auf die Sammlung ermöglicht.

Gaensheimer hat die Kunstsammlung seit ihrem Amtsantritt 2017 tiefgreifend modernisiert. Sie wolle das Haus im Sinne der Vielstimmigkeit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit noch weiter öffnen, sagte sie. Die 1961 gegründete landeseigene Kunstsammlung ist das kulturelle Flaggschiff in NRW und hat eine Sammlung von Weltrang, zu der Spitzenwerke von Kandinsky über Picasso bis Beuys gehören.

Die gebürtige Münchnerin Gaensheimer, die über den US-Konzeptkünstler Bruce Nauman promovierte, ist eine ausgewiesene Expertin für Gegenwartskunst. Zwei Mal kuratierte sie den Deutschen Beitrag für die Biennale in Venedig. 2011 gewann ihre Ausstellung zu Christoph Schlingensief den Goldenen Löwen.