Explosionen im alten Steinbruch: LKA-Sprengstoffexperte rückt aus

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Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Foto: Polizei/Symbolfoto
Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Foto: Polizei/Symbolfoto

Haan. Am späten Donnerstagabend ist es laut Polizei in einer ehemaligen Steinbruchgrube in Gruiten zu mehreren lauten Explosionen gekommen.

Mehrere Anwohner meldeten sich zwischen 22.15 und 22.30 Uhr und berichteten davon, sie hätten laute Knallgeräusche mutmaßlicher Explosionen aus einem Waldgebiet rund um das Gelände des ehemaligen Steinbruchs „Grube 7“ gehört. Entsprechende Hinweise gab es auch in den Sozialen Medien.

Ausgerückte Beamten fanden in der „Grube 7“ Reste offenbar selbst gebastelter sowie anschließend gezündeter Sprengsätze. Konkret handelte es sich bei den Funden um Dosen mit Klebeband.

„Da die Polizeibeamten vor Ort auch einen nicht gezündeten Sprengsatz fanden, forderten sie Verstärkung in Form eines Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamtes NRW an“, hieß es. Der Experte stellte den fehlgezündeten Sprengsatz sicher.

Unklar ist bislang, welchen Wirkungsgrad Sprengsätze hatten. „Im Rahmen der eingeleiteten Ermittlungen ergaben sich bislang auch noch weder Hinweise auf die Verursacher der Sprengungen noch auf mögliche Hintergründe“, so die Polizei.

Die Behörde hat von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion eingeleitet. Ermittlungen werden nun auch zu der Art des verwendeten Sprengstoffs geführt. „Wann die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, kann zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht gesagt werden“, so die Behörde.

Die Polizei fragt: Wer kann Angaben zu dem Vorfall Angaben machen oder weiß unter Umständen sogar, wer die Explosionen herbeigeführt hat? Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Haan jederzeit unter der Rufnummer 02129 9328 6480 entgegen.