VRR: X-Busse sollen „schienenferne“ Orte an den ÖPNV anbinden

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Holger Becker (Vestische), Bottrops Bürgermeister Klaus Strehl, Ministerin Ina Brandes, Hubert Jung (DSW21), Jörg Jedfeld (Kreistag Recklinghausen/Vestische), Dortmunds Bürgermeister Norbert Schliff und Werner Overkamp (STOAG) wollen ländliche Regionen an den ÖPN anbinden. Foto: VRR
Holger Becker (Vestische), Bottrops Bürgermeister Klaus Strehl, Ministerin Ina Brandes, Hubert Jung (DSW21), Jörg Jedfeld (Kreistag Recklinghausen/Vestische), Dortmunds Bürgermeister Norbert Schliff und Werner Overkamp (STOAG) wollen ländliche Regionen an den ÖPN anbinden. Foto: VRR

Gelsenkirchen. Mit direkten Fahrwegen und schnellen Reisezeiten sollen die „XBusse“ Orte ohne eigenen Schienenanschluss an den Regionalverkehr anschließen. Zudem will man mit dem Mobilitätsprojekt benachbarte Städte und Kreise verbinden und den Bedarf zwischen eher ländlich geprägten Gebieten und Ballungsräumen decken.

Am 12. Juni 2022 nehmen die ersten zwei von insgesamt sieben sogenannten XBus-Linien den Betrieb im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) auf. Startpunkt des neuen Angebotes sind die XBus-Linien X13 und X42, weitere fünf Linien werden dann voraussichtlich im Laufe des Jahres 2023 in Betrieb gehen.

Verkehrsministerin Ina Brandes: „Wir wollen mehr Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen. Das gelingt mit attraktiven Angeboten im Nahverkehr, zum Beispiel mit den neuen XBus-Linien der DSW21, der Vestischen Straßenbahnen GmbH und der STOAG Stadtwerke Oberhausen. Mit den neuen XBussen werden Pendler und Reisende schnell, komfortabel und bezahlbar im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr unterwegs sein.

Schnellbusse seien mit enger Taktung und direkten Fahrwegen entscheidend für eine gute Mobilität der Menschen – gerade in ländlichen Regionen. „Mit jeder neuen Buslinie sparen wir Autofahrten ein, entlasten unsere Straßen und schonen das Klima“, so Brandes.

Die neuen XBusse sollen vor allem Pendler in ländlichen Regionen oder im Umland der großen Zentren eine Alternative zum eigenen Auto bieten. Sie verbinden „schienenferne Räume“, also Kommunen, die keinen eigenen Bahnhof haben und deshalb nicht an den Regionalverkehr mit Regionalexpress, Regionalbahn oder S-Bahn angebunden sind. Und: Sie sollen ÖPNV-Lücken zwischen Städten und großen Stadtteilen schließen.

Die ersten beiden XBus-Linien nehmen laut VRR am 12. Juni den Betrieb auf. Die Linie X13 von DSW21 und der Vestischen Straßenbahnen GmbH verbindet Datteln über Waltrop, Dortmund-Mengede, Dortmund-Huckarde, Dortmund-Dorstfeld mit dem Dortmunder Technologiezentrum und dem Dortmunder Universitätscampus.

Die Linie X42 der STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH und der Vestischen Straßenbahnen GmbH verkehrt zwischen Oberhausen, Oberhausen-Sterkrade, Bottrop-Kirchhellen – Dorsten / Bottrop-Feldhausen und dem Movie Park Germany.

Zu einem späteren Zeitpunkt folgen die Linien X05 (Wesel – Schermbeck – Dorsten), X27 (Kleve – Kalkar – Xanten – Wesel), X28 (Goch – Uedem – Xanten – Wesel), X32 (Kleve – Kalkar – Rees – Empel-Rees) und X49 (Kempen – Vorst – Anrath – Willich – Meerbusch-Osterath – Haus Meer) – betrieben von NIAG und DB Rheinlandbus.