Abrechnungsmanipulation: Ersatzkassen erhalten Geld zurück

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Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Ersatzkassen in Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr über eine Million Euro wegen falscher Abrechnungen zurückerhalten. Das Ergebnis liege unter dem des Vorjahres, als 1,7 Millionen zurückflossen, teilte der Ersatzkassenverband Vdek am Dienstag in Düsseldorf mit.

86 Fälle seien 2021 in NRW abgeschlossen worden. Der Verdacht der Manipulation habe sich in 50 Fällen bestätigt. Demnach hätten Pflegedienste, Ärzte sowie Heil- und Hilfsmittelerbringer zu viel abgerechnet.

Bei zehn dieser Fälle sei die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden. In weiteren zwei Fällen bestand der Verdacht auf eine Vertragsverletzung. Nicht erhärtet habe sich der Betrugsverdacht in 24 Fällen.

Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten sei inzwischen eine ehemalige Arzthelferin verurteilt worden. Sie habe Verordnungen über Blutzuckerteststreifen erstellt, diese in Apotheken eingelöst und im Internet verkauft.

Der Vdek fordert, dass in Nordrhein-Westfalen wie in anderen Bundesländern auch Schwerpunktstaatsanwaltschaften zur Verfolgung von Abrechnungsbetrug eingerichtet werden.