Essener Gymnasium: Schulpflegschaft erleichtert

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Essen (dpa/lnw) – Die Eltern und Schüler des Essener Don-Bosco-Gymnasiums sind schon früh über die besorgniserregenden Geschehnisse an ihrer Schule informiert worden. «Die ersten Informationen kamen schon ca. 7.30 Uhr über die Schulleitung und über verschiedene Plattformen, die wir in der Schule haben», sagte der Schulpflegschaftsvorsitzende Michael Könen, dessen Tochter am Gymnasium derzeit das Abitur macht, am Donnerstag dem WDR.

Könen zeigte sich im Namen der Eltern erleichtert, dass Schlimmeres verhindert werden konnte. «Das ist schon wirklich was anderes, als wenn man es in der Zeitung liest, sei es in Amerika oder irgendwo anders in Deutschland. Wenn es an der eigenen Schule hätte passieren können», sagte Könen. «Gott sei Dank ist es nicht passiert. Das geht einem schon nah, wenn man bedenkt, was hätte passieren können.»

Mann müsse sich seitens der Schulleitung und des Schulträgers damit beschäftigen, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. «Wir Eltern wollen da soweit möglich auch unterstützen, um zu schauen, was kann die Ursache davon gewesen sein. Einerseits um zu erfahren, warum ist das so gelaufen, und vielleicht in Zukunft etwas Präventives vornehmen zu können», sagte Könen. Grundsätzlich gebe es an der Schule ein großes «Gemeinschaftsgefühl» und auch viele Aktivitäten, die über den «normalen Schulbetrieb» hinausgingen.

An dem Gymnasium im Stadtteil Borbeck sind am frühen Morgen möglicherweise geplante Straftaten eines 16 Jahre alten Schülers durch einen Polizei-Einsatz verhindert worden. Nach Hinweisen auf den Jugendlichen war die Polizei gegen 4.20 Uhr mit Spezialkräften in dessen Wohnung eingedrungen und hatte den Verdächtigen in Gewahrsam genommen. In der Wohnung wurden zudem Beweismittel gesichert. Die Ermittlungen in dem Fall dauerten an.