Europawoche: „Internationaler Austausch wichtiger denn je“

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Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner und Bürgermeister Dirk Lukrafka Foto: Mathias Kehren

Velbert. In Velbert ist die diesjährige Europawoche am Dienstag mit einem Livetalk zum Thema „Studieren in Europa“ zu Ende gegangen. Höhepunkte waren der Poetry-Slam in der Stadtbücherei und das Europafest in der City.

 „Mit der Europawoche ist es uns wieder gelungen, neue internationale Kontakte zu knüpfen und alte zu stärken. Gerade vor dem Hintergrund des verheerenden Angriffskrieges, den Russland gegen die Ukraine führt, ist der internationale Austausch wichtiger denn je“, wertet Bürgermeister Dirk Lukrafka die Europawoche als „vollen Erfolg“.

Seit Donnerstag, 5. Mai, haben im Rahmen der Europawoche verschiedene Veranstaltungen unter dem Motto „Talking about Europe“ stattgefunden. Zu den Höhepunkten zählte der erste Velberter Poetry Slam in der Stadtbücherei. Das Publikum war begeistert von den humorvollen Texten, die von zwei Poeten und einer Poetin vorgetragen wurden, auch zum Thema Europa.

Beim Europafest am Sonntag gab es eine bunte Mischung aus Musik, einer großen internationalen Auswahl an Speisen und Getränken und viele weitere Aktionen in der Innenstadt von Velbert-Mitte.

Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, sowie Bürgermeister Dirk Lukrafka sprachen im Interview unter anderem über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die internationale Zusammenarbeit, aber auch über ihre Hoffnungen und Visionen für die Zukunft Europas.

Um aus der Ukraine Vertriebene in Velbert zu unterstützen, wurden fünf besondere Fahrräder versteigert. Diese waren zuvor von Jugendlichen in den Landesfarben der Ukraine, Großbritanniens, Italiens, des Kosovos und Polens gestaltet worden. Insgesamt brachten die fünf Räder 415 Euro zu Gunsten der Integrationshilfe Langenberg (IHLA) ein.

Das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales NRW hat die Durchführung der Velberter Europawoche mit einer Förderung in Höhe von 2.000 Euro unterstützt.

Internationale Jugendbegegnung in Velbert

Während der gesamten Europawoche waren Jugendliche aus Corby (England), Morąg (Polen) und Arconate (Italien) auf Einladung des Jugendparlamentes zu Gast in Velbert. „Als Motto für die Jugendbegegnung hatten wir im Vorfeld ‚Wir reden mit!einander‘ gewählt und es hat einfach perfekt zu unserer Woche gepasst! Die gesamte Gruppe hat sich vom ersten Tag an großartig verstanden und wir konnten viel voneinander lernen“, freut sich Susanne Susok, die bei der Stadt Velbert sowohl für Städtepartnerschaften als auch für das Jugendparlament zuständig ist. Die Jugendlichen konnte mit ihren Gastfamilien den Alltag ihrer neuen Velberter Freundinnen und Freunde kennenlernen. Außerdem standen unter anderem ein Besuch des Landtags in Düsseldorf, ein Quizabend und gemeinsames Kochen von Spezialitäten aus den jeweiligen Heimatländern auf dem Programm.

Für die internationale Jugendbegegnung hat das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales NRW aus dem Programm „Europa bei uns zuhause“ 5.000 Euro bereitgestellt.