Gespinstmotte und Eichenprozessionsspinner: Unterschiede?

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Das kompakte Nest des Eichenprozessionsspinners am Stamm einer Eiche. Die feinen Härchen der Raupen brechen leicht ab und können bei Menschen allergische Reaktionen auslösen. Foto: Stadt Hilden
Das kompakte Nest des Eichenprozessionsspinners am Stamm einer Eiche. Die feinen Härchen der Raupen brechen leicht ab und können bei Menschen allergische Reaktionen auslösen. Foto: Stadt Hilden

Erkrath. Im Frühsommer kommt es immer wieder vor, dass man einen Baum oder Strauch sieht, der von spinnennetzartigen weißen Gespinsten überzogen ist.

Dabei handele es sich zumeist um Netze der harmlosen Gespinstmotte, die sich auf diese Weise vor Fressfeinden schützen möchte, erklärt die Stadt Erkrath. Diese Gespinste seien für Mensch und Pflanze ungefährlich – denn auch wenn die Raupen die Äste kahlfressen, treiben die betroffenen Bäume und Sträucher im Juni noch einmal aus.

Zu dieser Jahreszeit können allerdings ebenso die Raupen und Nester des Eichenprozessionsspinners auftreten, dessen feine Härchen leicht abbrechen und durch Luftübertragung allergische Reaktionen und Hautreizungen beim Menschen auslösen können.

„Die gefährlichen Nester des Eichenprozessionsspinners sind jedoch in der Regel ausschließlich an Eichen zu finden und treten in keinem anderen Baum oder Strauch auf“, so die Stadtverwaltung. Zudem seien sie wesentlich kompakter als die feineren Mottengespinste – ein großflächig weiß eingesponnener Strauch sei dementsprechend nicht das typische Erscheinungsbild des Eichenprozessionsspinners.

Bevor eine Gefahrenmeldung an die Stadtverwaltung erfolgt, sollte daher zunächst aus sicherer Entfernung optisch überprüft werden, welche Baumart befallen ist und ob es sich um eine Eiche handelt.

„Bürgerinnen und Bürger sollten dabei aber nicht zu nah an die Gespinste herangehen“, rät die Stadt Erkrath, „um sich im Ernstfall nicht dem hochfeinen Staub der Nester auszusetzen“. Handelt es sich bei dem befallenen Baum um eine Eiche, wird der Verdacht anschließend vom Fachbereich Tiefbau, Straße und Grün überprüft und bei Bestätigung des Eichenprozessionsspinners eine Bekämpfung durch eine Fachfirma beauftragt.

Sichtungen können an die Abteilung Grün gemeldet werden – entweder telefonisch unter 0211 2407-6628 oder per Mail an thomas.schuette@erkrath.de.