Enttäuschung bei der SPD: Historisch schlechtestes Ergebnis

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Thomas Kutschaty (r), SPD-Spitzenkandidat und Vorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD.
Thomas Kutschaty (r), SPD-Spitzenkandidat und Vorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD. Foto: Federico Gambarini/dpa

Düsseldorf (dpa) – Mit Enttäuschung und verhaltenem Applaus haben Anhänger der nordrhein-westfälischen SPD am Sonntagabend auf die ersten Prognosen für den Ausgang der Landtagswahl reagiert. Nach den 18-Uhr-Prognosen von ARD und ZDF lag die CDU mit 35 Prozent deutlich vor der SPD, die mit 27,5 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in NRW einfuhr.

Der große Saal der Rheinterrasse war nur halb gefüllt. Etwa 200 SPD-Anhänger applaudierten erst dann kräftig, als die Prognose das Ende der schwarz-gelben Koalition voraussagte. Spitzenkandidat Thomas Kutschaty blieb zunächst in einem Nebenraum, wollte sich aber später äußern.

Dennoch wollten führende SPD-Landespolitiker die Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung nicht aufgeben. Der Kölner SPD-Politiker Jochen Ott setzte auf die Möglichkeit, ein rot-grünes Bündnis zu bilden: «Noch ist eine Fortschrittskoalition für NRW möglich», sagte Ott. Der Wahlabend sei noch lang.