NRW steht vor Schwarz-Grün

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Am 13. September wird der Integrationsrat gewählt. Foto: pixabay
NRW hat gewählt. Ein Kommentar. Foto: pixabay

Ein Kommentar zur Landtagswahl 2022 in Nordrhein-Westfalen.

Die Landtagswahl 2022 ist gelaufen. Selten war ein Wahlabend so wenig spannend. Das Ergebnis der Prognose, das die Fernsehsender um 18 Uhr veröffentlichten, war allerdings eine Sensation.

Hatten die Umfragen wochenlang und selbst noch am Sonntag ein Kopf-an-Kopf-Rennen vorhergesagt, war um 18 Uhr alles vorbei. Statt ein bis zwei Prozent Vorsprung der CDU vor der SPD sind es am Ende neun Prozent. Unglaublich.

Viel mag daran gelegen haben, dass – wie man so schön sagt – die SPD ihre Anhänger nicht in genügender Zahl „mobilisieren“ konnte. Das hatte letztlich auch Auswirkungen auf die Wahl im Kreis Mettmann.

Die SPD-Kandidaten hätten nur eine Chance gehabt, wenn der Trend für sie gelaufen wäre. War nicht so. Und somit hat die CDU wieder alle Wahlkreise im Kreis Mettmann direkt gewonnen. Das – man soll es kaum glauben – war auch mal andersrum.

Wahlabende und -ergebnisse sind ja immer Gelegenheiten für zahlreiche Deutungen. Wer wie in der Gewinn- und Verlustrechnung abschneidet und so weiter. Im Land dürfte es unter dem Strich auf Schwarz-Grün hinauslaufen.

Alles andere wäre der Versuch, aus dem Verlierer SPD einen Gewinner zu machen. Und diese Umdeutung eines Ergebnisses hat bei Armin Laschet und der CDU bei der Bundestagwahl schon nicht geklappt.