Auszeichnung «Kita des Jahres» geht nach Heilbronn

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Ein Schild weist auf das Kindertagheim Olgakrippe hin.
Ein Schild weist auf das Kindertagheim Olgakrippe hin. Foto: Marijan Murat/dpa

Berlin (dpa) – Das Familienzentrum Olgakrippe in Heilbronn in Baden-Württemberg ist «Kita des Jahres» 2022. Das Familienzentrum überzeuge vor allem durch besondere Lern- und Veränderungsbereitschaft, teilten das Bundesfamilienministerium und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, die den Deutschen Kita-Preis einmal im Jahr vergeben, am Montag mit. «Die Pandemie wurde als Chance begriffen, Prozesse zu überdenken, Dinge zu verändern und neue Wege zu gehen», hieß es demnach. Der erste Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Aus mehr als 1100 Bewerbungen konnten sich zunächst mehrere Finalisten qualifizieren. Die Preisträger wurden in Berlin gekürt.

Bemerkenswert sei auch, dass das Team der Olgakrippe die Partizipation von Kindern in den Mittelpunkt stelle und sie ermutige, sich einzubringen und Verantwortung zu tragen. An sogenannten Kindertagen übernähmen Kinder das Ruder und schlüpften in die Rollen der pädagogischen Fachkräfte. Das Familienzentrum zeichne sich durch einen «wertschätzenden, stärkebasierten Umgang» aus und nehme Heterogenität als Gewinn wahr, argumentierten Ministerium und Stiftung.

Der ebenfalls mit 25.000 Euro dotierte erste Platz in der Kategorie «Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres» geht an das nordrhein-westfälische Bündnis «Familienzentren im Arnsberger Modell» aus Arnsberg.

Mehrere weitere Kitas und Bündnisse wurden mit Preisgeldern von 10.000 Euro geehrt. Der Deutsche Kita-Preis wird seit 2018 vergeben. Er soll die Qualität in der frühkindlichen Bildung fördern und das Engagement der Menschen dafür würdigen. In Berlin waren neben den Vertreterinnen und Vertretern der Finalisten auch die der Preisträger aus vorherigen Durchgängen zu Gast. Die Veranstalter riefen schon jetzt zur Bewerbung für den Kita-Preis 2023 auf.