Staatsschutz ermittelt nach Brand in Windeck

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Ein Feuerwehrmann löscht durch einen Zaun hindurch den brennenden Anbau eines Wohnhauses.
Ein Feuerwehrmann löscht durch einen Zaun hindurch den brennenden Anbau eines Wohnhauses. Foto: -/Feuerwehr Windeck/dpa

Windeck (dpa) – Nach einem Brand in Windeck östlich von Bonn haben Ermittler unter Leitung des Staatsschutzes den Fall wegen eines möglichen rassistischen Motivs übernommen. Mehrere Anrufer hätten in der Nacht zum Sonntag der Polizei den Brand eines unbewohnten Gebäudeanbaus sowie eines Schuppens auf benachbarten Grundstücken gemeldet, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zeugen hätten drei Autos auf einer nahe gelegenen Straße beobachtet. Insassen sollen demnach beim Losfahren rassistische Parolen gerufen haben.

Auch wenn das zu dem Anbau gehörende Wohnhaus nicht durch das Feuer direkt betroffen gewesen sei, hätten Versorgungsleitungen gesperrt und die Hausbewohner – eine 39-jährige Frau und ihre vier Kinder – anderweitig untergebracht werden müssen, teilte die Polizei mit.

Die Ermittler prüften, ob die Familie Ziel war und ob sie direkt gefährdet war. Nähere Angaben zu der Familie machte die Polizei nicht. Der Sachschaden werde auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Verletzt worden sei bei dem Brand niemand. Bislang gebe es keine Hinweise zu Tatverdächtigen. Die Ermittlungen seien zunächst wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung in Windeck aufgenommen worden.