Trotz Sieg: Für Wülfraths Handballerinnen beginnt das Zittern

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Überzeugte auf dem Feld: Friederike Büngeler vom TB Wülfrath. Archivfoto: Mathias Kehren
Überzeugte auf dem Feld: Friederike Büngeler vom TB Wülfrath. Archivfoto: Mathias Kehren

Wülfrath. Der TB Wülfrath hat das Heimspiel gegen den ASC Dortmund mit 25.23 gewonnen. Was der Sieg im Abstiegskampf wert ist, wird sich am Sonntag und am kommenden Wochenende zeigen. 

Wülfraths Handballdamen haben gegen Dortmund gewonnen und damit getan, was sie noch tun konnten. Nun beginnt für den Turnerbund das große Zittern, denn man ist auf Schützenhilfe angewiesen, um in der Relegation noch bestehen zu können. Vor rund 250 Zuschauern in der MTC-Sporthalle trafen die Wülfratherinnen am Ende zwei Mal mehr ins Tor als die Gäste aus Dortmund: 25:23 (14:13).

Motiviert war das TBW ins Spiel gegangen, der Start ist dennoch missglückt. Im Angriff haben die Wülfratherinnen die ersten Bälle vertändelt und Dortmund ermöglicht, erfolgreich in die Partie zu kommen: 0:2 (3. Minute). Der Turnerbund kam ins Spiel: Es war im Angriff immer noch viel Stückwerk, aber der Abstand wurde zumindest nicht größer – bis 11. Minute (4:6). Dann gelang dem ASC der erste Drei-Tore-Vorsprung (4:7, 12.) und dann auch der Vier-Tore-Vorsprung (5:9, 14.). Michael Cisik nutzte die Auszeit, um die nächsten Auslösehandlungen vorzugeben.

Das wirkte nicht sofort (6:10, 16.), aber mit leichter Verzögerung. „Die Mädels gingen jetzt mehr in Tiefe und die Angriffsaktionen wurde zwingender und ließen so nicht mehr die einfachen Tempogegenstoß Tore zu“, resümiert Jörg Büngeler. „In der 22. Minute waren wir dran (12:12), und konnten praktisch mit dem Pausenpfiff durch den verwandelten 7 m von Lena Feldstedt zum ersten Mal in Führung gehen.“

Kurz nach der Pause hatte der Turnerbund das Spiel auf seine Seite gezogen – 17:14 (36.). „Bis zur 46. Minute konnten wir immer wieder auf drei Tore vor stellen“, so Büngeler. „Da der ASC aber weiter stark dagegenhielt, wurde es nochmal richtig eng.“

Dortmund gelang in 51. Minute der Ausgleich (22:22). Dass bis zum Abpfiff nur noch 7 Tore fielen lag an den weiterhin guten Abwehrreihen und Torhüterinnen und ein wenig Pech – „wir trafen zweimal den Innenpfosten- Annika Kriwat zog geschickt im Gegenstoß das Foul durch Jule Kürten“, blickt Jörg Büngeler zurück. Somit gab es drei Minuten vor dem Ende einen Siebenmeter und eine Zwei-Minuten-Strafe für den TBW. Annika Kriwat traf sicher zum 23:23.

Friederike Büngeler nutzte letztendlich eine kleine Lücke zum Durchbruch und zum 24:23 43 Sekunden vor dem Ende. Annika Kriwat wurde wegen Stoßens mit einer zwei Minuten Strafe belegt. Der ASC nahm 31 Sekunden vor dem Ende seine letzte grüne Karte.

Ohne Torhüterin versuchte Dortmund nochmal in Gleichzahl ein Tor zu erzielen, blieb aber erfolglos und Jule Kürten sorgte mit dem Abpfiff für den Endstand.

Spielstatistiken

Spielfilm:
0:2 1:3 2:4 3:5 4:7 5:9 7:10 10:11 11:12 12:13 14:13
14:14 17:15 18:16 19:17 21:18 22:20 23:22 25:23

Team:
Friederike Büngeler (2), Johanna Buschhaus, Kirsten Buiting, Xhana Djokovics, Lena Feldstedt (7/4), Johanna Giebisch, Jule Kürten (5), Katharina Karbowski , Luisa Kieckbusch (5), Lisa Klanz, Krissi Meyer (4), Melina Otte (2), Lisa Sippli, Paula Stausberg, Anja Tanzhaus

Sonstiges:
Simone Fränken war beruflich verhindert. Loreen Jakobeit ist schwanger.

Klimaschutz:
23. Baum erworfen