Lebenslange Haft für Messer-Mord an Ehefrau

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Eine Darstellung der Göttin Justitia.
Eine Darstellung der Göttin Justitia. Foto: Carsten Koall/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Für den Mord an seiner Ehefrau ist ein Familienvater in Düsseldorf zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 40-Jährige habe seine Frau bestrafen wollen, befand das Landgericht am Montag nach Angaben einer Sprecherin und sah in der Tat das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe erfüllt.

Beim Prozessauftakt hatte der Angeklagte behauptet, sich nicht erinnern zu können. Es könne aber sein, dass er bei einem Streit in der Küche zu einem Messer gegriffen habe: «Mein Hirn war ausgeschaltet.» Dennoch hatte der Armenier gesagt: «Ich bereue es und möchte mich bei meine Schwiegereltern und meinen Kindern entschuldigen.»

Die Eheleute hatten 2016 entschieden, dass die Frau mit den damals sechs und acht Jahre alten Töchtern nach Deutschland geht und er in Armenien bleibt. Bei seinem letzten Besuch in Düsseldorf kam es dann laut Anklage am 3. November vergangenen Jahres zum Streit.

In der Küche der Düsseldorfer Wohnung soll der Mann dann mit einem Küchenmesser mit einer Klingenlänge von etwa 20 Zentimetern auf die Frau eingestochen haben. Ein Gerichtsmediziner zählte 14 Stichverletzungen an ihrer Leiche.

Wie es heißt, sollen die inzwischen sieben und zwölf Jahre alten Töchter von der Tat nichts mitbekommen haben. Die Anklage hatte als Motiv Rache für die von der Frau betriebene Trennung genannt.