„Tinnitus“ debütiert mit Kabarett-Stück

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Die Kabarett-Gruppe Tinnitus mit ihrem Leiter Heiner van Schwamen (r.) nach der Vorstellung. Foto: Manfred Wielens
Die Kabarett-Gruppe Tinnitus mit ihrem Leiter Heiner van Schwamen (r.) nach der Vorstellung. Foto: Manfred Wielens

Ratingen. Als „vollen Erfolg“ sieht die Kabarett-Gruppe Tinnitus (vormals Westhäkchen) ihre Premierenvorstellung am vergangenen Freitag und Samstag vor jeweils fast ausverkauftem Haus im Kulturloft in Ratingen-West.

Unter den Zuschauer seien viele gewesen, die zu den Stammgästen der Westhäkchen gehörten, wie Heiner van Schwamen, der Leiter der Gruppe, erfreut feststellen konnte. Die jungen Darsteller brachten einen bunten Strauß von aktuellen Themen auf die Bühne. So wurde der Krieg in der Ukraine, wie auch die Proteste gegen die angeblich bei uns herrschende Diktatur, thematisiert.

Für einen nachdenklichen Moment sorgte Tassilo Marx mit der Rede von Charlie Chaplin aus dem Film „Der große Diktator“ im englischen Original. Die Zuschauer konnten die Übersetzung auf Leinwänden lesen. Obwohl der Film vor mehr als 70 Jahren gedreht wurde, ist Rede noch immer aktuell.

Neben der großen Politik wurde auch das menschliche Miteinander satirisch dargeboten, wie z.B. das Verhalten sogenannter Hubschraubereltern oder die Diversität der Gesellschaft.

Thomas Angst, Vorsitzender der Volkssolidarität Ratingen, unter deren Dach Tinnitus jetzt auftritt, war ebenfalls begeistert und sagte zu, „die Gruppe im Rahmen der Möglichkeiten zu fördern und zu unterstützen.“ Und auch Rainer Vogt (Bürger Union), der unter den Premierengästen weilte, fand nicht nur lobende Worte für die Aufführung, sondern auch für den Kulturloft. „Hier kann eine Ergänzung zu den Angeboten der künstlerischen Darstellung entstehen, die über die Grenzen Ratingens hinaus ein Anziehungspunkt werden kann“, so Vogt. Am Ende der Veranstaltung gab es langanhaltenden Applaus und stehende Ovationen für die Darsteller und ihren Leiter Heiner van Schwamen.