Millionencoup: Täter legten fremde Haare und Kippen ab

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«Polizei» steht auf der Uniform eines Polizisten.
«Polizei» steht auf der Uniform eines Polizisten. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild

Emmerich (dpa/lnw) – Beim Millionencoup im Zollamt Emmerich haben die Verdächtigen fremde Haare und Zigarettenkippen mit der DNA von Unbeteiligten zurückgelassen, um die Ermittler in die Irre zu führen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Der WDR hatte zuvor berichtet.

Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte nach der Verhaftung der vier Verdächtigen bereits von «Trugspuren» gesprochen, die die Täter hinterlassen hätten. Um was genau es sich dabei handelte, war zunächst offen geblieben. Tatsächlich hatten die Verdächtigen nach derzeitigem Ermittlungsstand ihre eigenen Spuren mit einer Chlorlösung weggewischt, bevor sie dann die falschen Genspuren hinterließen. Darunter Haare in mehreren Farben.

Die vier Verdächtigen – darunter ein Zollbeamter – waren am 10. Mai in Polen verhaftet worden. Ihnen wird vorgeworfen, 6,5 Millionen Euro aus dem Tresorraum in Emmerich gestohlen zu haben. Dafür hatten sie eine Wand aufgebohrt.