Weitere Warnstreiks in Stahlindustrie geplant

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Während eines Warnstreiks trägt ein Stahlarbeiter einen Schutzhelm.
Während eines Warnstreiks trägt ein Stahlarbeiter einen Schutzhelm. Foto: Patrick Pleul/dpa

Düsseldorf/Berlin (dpa) – Im Tarifstreit der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie will die IG Metall ihre Warnstreiks in der kommenden Woche fortsetzen. Aktionen seien unter anderem in Peine (Niedersachsen), Dortmund und Essen geplant, kündigte die IG Metall Nordrhein-Westfalen am Freitag an. Auch an den darauffolgenden Tagen solle es Warnstreiks geben, sagte ein Sprecher. An den ersten drei Warnstreiktagen beteiligten sich laut IG Metall seit Mittwoch insgesamt 8900 Stahlarbeiter aus 28 Betrieben an mehrstündigen Arbeitsniederlegungen.

Im Tarifstreit der ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie hatten am Donnerstag laut IG Metall fast 1000 Stahlarbeiter in Brandenburg und Sachsen-Anhalt die Arbeit niedergelegt. Auch in diesem Tarifbezirk soll es Mitte kommender Woche weitere Streikaktionen geben, wie ein Gewerkschaftssprecher sagte.

Mit den Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft vor den dritten Verhandlungsrunden den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Für den Nordwesten wird am 10. Juni und für den Osten am 13. Juni weiterverhandelt.

Das Tarifgebiet der nordwestdeutschen Stahlindustrie umfasst vor allem Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. In der Branche sind dort laut IG Metall 68 000 Menschen beschäftigt. In der ostdeutschen Stahlindustrie sind rund 8000 Menschen beschäftigt. Die Gewerkschaft fordert in beiden Tarifbezirken unter anderem 8,2 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber hatten in der ersten Verhandlungsrunde 2100 Euro als Einmalzahlung angeboten.