ADAC hält Spritpreise in NRW weiterhin für zu hoch

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Eine Zapfpistole steckt an einer Tankstelle in einem Wagen.
Eine Zapfpistole steckt an einer Tankstelle in einem Wagen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Köln (dpa/lnw) – Der ADAC kritisiert auch knapp eine Woche nach Einführung der Spritsteuersenkung zu hohe Preise an Tankstellen in Nordrhein-Westfalen. «Unsere Stichprobe in Köln, Düsseldorf und Essen über das Pfingstwochenende zeigt: Die Kraftstoffpreise befinden sich unverändert auf einem viel zu hohen Niveau», sagte ein Sprecher des ADAC Nordrhein am Montag.

«Nur einzelne Tankstellen in Essen und Köln boten Super E10 kurzzeitig für 1,859 Euro an, in Düsseldorf sank der E10-Preis am Wochenende praktisch nirgendwo unter 1,909 Euro», teilte der ADAC am Montagmittag mit. Zeitweise habe der Preis für E10 in allen drei Städten über zwei Euro gelegen. Beim Diesel registrierte der ADAC nach eigenen Angaben ebenfalls Preise deutlich über zwei Euro. Eine detaillierte bundesweite Auswertung der Spritpreise will der Verband an diesem Dienstag veröffentlichen.

«Scheinbar wurde die Pfingstreisewelle leider nochmal genutzt, um die Preise auf Kosten der Verbraucher auf einem hohen Niveau zu belassen», sagte der Sprecher. Seit 1. Juni gilt in Deutschland eine steuerliche Entlastung auf Kraftstoffe, die bei Benzin 35,2 Cent pro Liter beträgt, bei Diesel 16,7 Cent. Die Preise an den Zapfsäulen müssten deshalb allein durch die Steuersenkung deutlich niedriger sein. Würde die Entlastung voll an die Verbraucher weitergegeben, müsste E10 1,80 Euro pro Liter kosten, Diesel 1,87 Euro pro Liter, sagte der ADAC-Sprecher. «Nicht mal der Tankrabatt wird vollständig weitergegeben – und das nun schon seit Tagen.»