Wülfraths Handballerinnen halten Klasse: Fans feiern

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Jule Kürten für den TB Wülfrath in Aktion. Archivfoto: Mathias Kehren
Jule Kürten für den TB Wülfrath in Aktion. Archivfoto: Mathias Kehren

Wülfrath. Die Handballerinnen des TB Wülfrath haben sich mit ihrem Sieg gegen Hannover den Klassenerhalten gesichert. 

Rund 300 Zuschauer haben die Mannschaft in der MTC-Halle an der Fortunastraße zum Sieg gepeitscht. Nach dem 36:28 gegen den Hannoverschen SC steht fest: die Damen des Turnerbundes spielen auch in der kommenden Saison in der Dritten Liga.

Bereits vor der Partie war für beide Teams klar, dass nur ein Sieg den Klassenerhalt würde besiegeln können. Entsprechend motiviert, angespannt und auch nervös ging es ins Spiel.

Zu Beginn des Spiels setzen die Angriffsformationen der beiden Mannschaften die Akzente – in den ersten sieben Minuten vielen sieben Tore (3:4). Die Abschlussschwäche der Wülfratherinnen nutzte Hannover aus – in der zehnten Minute lag der Turnerbund mit drei Toren im Rückstand (3:6). Trainer Michael Cisik reagierte und nahm die erste grüne Karte. Im Angriff sollte einfacher und mutiger gespielt werden. Der Ausgleich fiel in der 14. Minute: 7:7.

Der Gästetrainer wollte mit seiner grüner Karte den Spielfluss unterbrechen. „Das klappte aber nicht, da die Abwehr sich jetzt auf die Angriffe eingestellt hatte und Lisa im Tor hervorragend hielt, konnte der TBW sich langsam absetzen und in der 26. Minute zum ersten Mal mit vier Toren in Führung gehen“, resümiert Jörg Büngeler für den TBW. Wülfrath ging mit einem Vorsprung in die Halbzeit (16:13).

Die zweite Hälfte wurde spannend: Hannover konnte im ersten Angriff nach der Halbzeit verkürzen (16:14). In der 38. Minute stand es gar 18:17 – Wülfrath führte, jedoch knapp.

Der TBW setzte Hannover massiv unter Druck. Jule Kürten erzielte mit ihrem Siebenmeter-Tor die erste Fünf-Tore-Führung (49. Minute). Hannover nahm postwendend seine zweite Auszeit. Der TBW marschierte unbeeindruckt weiter und baute den Vorsprung vorentscheidend aus: 27:21, 51. Und dann sogar auf 36:25 (59.).

Nachdem Abpfiff gab es nur noch Freude pur. „Wir waren ja in der Normalrunde ziemlich knapp am direkten Verbleib in der 3. Liga gescheitert, sind mit zwei Niederlagen in die Relegation gestartet und standen so mit dem Rücken an der Wand“, so Jörg Büngeler. „Mit zwei begeisternden Heimspielsiegen konnten wir dann doch noch die 3. Liga in dieser sehr engen Gruppe sichern. Wir sind mit 9:7 erster geworden und Hannover mit 7:9 Letzter.“

Rodgau hat sich mit einem Unentschieden gegen Dortmund auf den zweiten Platz gerettet.