Erzbischof möchte in Ruhestand gehen: Gesuch beim Papst

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Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn vor dem Fuldaer Dom.
Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn vor dem Fuldaer Dom. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Paderborn (dpa/lnw) – Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker hat Papst Franziskus um die Entpflichtung von seinen Aufgaben als Erzbischof gebeten. Das hat der Bischof am Freitagmorgen in Paderborn mitgeteilt. Es sei an der Zeit, das Amt in jüngere Hände zu geben. Becker war am Mittwoch 74 Jahre alt geworden. «Ich spüre, dass der Zeitpunkt einer verantwortungsvollen Übergabe meines Amtes gekommen ist», heißt es in einer schriftlichen Erklärung.

Über das Emeritierungsgesuch von Erzbischof Becker hat Papst Franziskus zu entscheiden. Erst mit Annahme des Gesuchs durch den Papst kann Becker als Erzbischof in den Ruhestand treten.

Becker ist der 66. Bischof und der vierte Erzbischof von Paderborn. Er wurde als Nachfolger des 2002 verstorbenen Erzbischofs Johannes Joachim Kardinal Degenhardt 2003 in sein Amt eingeführt.

Im Erzbistum Paderborn leben mehr als 1,4 Millionen Katholiken. Geografisch erstreckt sich das Erzbistum Paderborn auf einer Fläche von rund 15.000 Quadratkilometern – von Minden im Norden bis nach Siegen im Süden und von Höxter im Osten bis nach Herne im westlichen Ruhrgebiet.

Zusätzlich zu den Gebieten in Westfalen zählen Teile des Kreises Waldeck-Frankenberg (Hessen) und die Stadt Bad Pyrmont (Niedersachsen) ebenfalls zum Erzbistum Paderborn.