Hochschule Hamm sagt nach Messerangriff Veranstaltungen ab

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Spezialkräfte der Polizei sind auf dem Gelände der Hochschule Hamm-Lippstadt im Einsatz.
Spezialkräfte der Polizei sind auf dem Gelände der Hochschule Hamm-Lippstadt im Einsatz. Foto: Andreas Rother/Westfälischer Anzeiger/dpa

Hamm (dpa) – Nach dem Messerangriff an der Hochschule Hamm mit vier Verletzten gibt es am Campus Hamm am Montag keine Lehrveranstaltungen oder Prüfungen. «Nach den schrecklichen Ereignissen können und wollen wir am Montag nicht einfach mit dem Regulärbetrieb weitermachen, sondern einen Moment innehalten», teilte die Hochschule am Samstag auf ihrer Homepage mit. Für Studierende werde der Campus als Ort zum Austauschen und Innehalten ab 10.00 Uhr geöffnet sein. Präsidium, Lehrende und Notfallseelsorgende stünden vor Ort zum Gespräch zur Verfügung. «Ebenso wird es einen Raum geben, in dem Ruhe zu einem stillen Moment für alle einlädt.» Auch Beschäftigte der Hochschule könnten die Gesprächsangebote nutzen.

Ein 34 Jahre alter Mann soll am Freitagnachmittag in einem Hörsaal in Hamm mit einem Messer um sich gestochen haben. Ein Mann und eine Frau wurden leicht, zwei weitere Frauen wurden schwer verletzt. Eine von ihnen schwebte am Samstagvormittag laut Staatsanwaltschaft Dortmund weiterhin in akuter Lebensgefahr. Die Ermittler haben Hinweise auf eine akute psychische Erkrankung des mutmaßlichen Täters. Hinweise auf einen politischen oder religiösen Tathintergrund gibt es bislang nicht. Über weitere Ermittlungsergebnisse wollen Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund am Samstagnachmittag bei einer Pressekonferenz in Dortmund informieren.