Arthrose Hüfte und Knie – wann ist die Totale-Endoprothese notwendig?

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Im nächsten Medizinforum geht es um das Thema Arthrose. Foto: Helios

Velbert. Am Dienstag, 14. Juni, ab 18 Uhr, informiert Dr. Peter Riess, Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios-Klinikum Niederberg, Robert-Koch-Str. 2, in einem Medizinforum „Arthrose Hüfte und Knie – wann ist die Totale-Endoprothese notwendig?“ über das Thema Endoprothetik und wann sie notwendig wird.

Für die Veranstaltung gelten die allgemein üblichen Hygiene-Regeln. Zutritt nur mit vorherigem negativen Test. Das Tragen eines Mund-Nassen-Schutzes sowie die Händedesinfektion entsprechend der Hinweisschilder. Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine telefonische Anmeldung gebeten 02051/ 982-2005. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Über das Thema Arthrose informiert Helios wie folgt: „Jährlich werden etwa 230.00 künstliche Hüftgelenke und 180.000 künstliche Kniegelenke implantiert. Etwa 5 Millionen Menschen leiden an der häufigsten Gelenkerkrankung Arthrose – die Hauptursache für einen Gelenkersatz. Wann ist also der richtige Zeitpunkt für eine Operation? Ist es tatsächlich eine Notwendigkeit?

Das Knie- und Hüftgelenk wird im Alltag oftmals starken Belastungen ausgesetzt, denn für jede erdenkbare Bewegung, sind unsere Gelenke unerlässlich. Auf das Kniegelenk wirken unterschiedliche Krafteinwirkungen beim Stehen, Laufen und Springen ein. Das Hüftgelenk muss sich täglich ebenfalls extremen Belastungen unterziehen, denn es hält der Druckbelastung durch das Körpergewicht und der Zugbelastung durch die Muskulatur stand.

Durch diese Belastung kann es zur Arthrose kommen. Von Arthrose spricht man, wenn die Versteifung durch krankhaften und vorzeitigen Abbau des Knorpels eintritt. Der elastische Knorpel sorgt für gleitfähige, gut geschmierte Gelenke. Der Verlust des Gelenkknorpels zieht den Verlust der Gelenkflächen nach sich.

Das kann viele Ursachen haben. Beispielsweise Fehlstellungen der Gelenke, Überlastung etwa durch Sport und Sportverletzungen, Übergewicht, altersbedingte Abnutzung und Bewegungsmangel. Im Falle einer Arthrose ist der Knorpelüberzug soweit abgenutzt, sodass Knochen auf Knochen reibt und Betroffene über Schmerzen bis hin zu erheblichen Bewegungseinschränkungen klagen.“

Wann ist es Zeit für eine Totale-Endoprothese?

„Die Operation ist für uns immer erst das letzte Mittel – jedoch durchaus sinnvoll, wenn die Schmerzen die Lebensqualität verringern, dauerhast anhaltend sind und über einen langen Zeitraum Schmerzmittel eingenommen werden müssen. Meistens entschließen sich unsere Patienten ganz alleine zu diesem Schritt“, sagt Dr. Peter Riess, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios Klinikum Niederberg.

Mit Hilfe einer gründlichen Untersuchung werde festgestellt, inwieweit die Arthrose fortgeschritten ist, so der Chefarzt. „Jedoch sollte man versuchen, das natürliche Gelenk so lange wie möglich zu erhalten“, informiert Riess.