UN-Klimakonferenz in Bonn: Umweltschutzgruppen enttäuscht

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Bonn (dpa) – Mit Enttäuschung haben Umweltschutzgruppen auf die Ergebnisse einer am Donnerstag zu Ende gegangenen Klimakonferenz in Bonn reagiert. Das Treffen habe wieder einmal gezeigt, wie weit die Interessen der Verhandlungsteilnehmer von der Wirklichkeit der Menschen, die unter den Folgen des Klimawandels leiden, voneinander entfernt sind, teilte das Climate Action Network (CAN) am Donnerstag mit. Bei Themen wie Finanzhilfen oder der Einsparung von Treibhausgasen habe es keine neuen Fortschritte gegeben. Dem CAN gehören rund 1500 Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) aus etwa 130 Ländern an.

Die zehntägige Konferenz in Bonn hatte die Aufgabe, den bevorstehenden Klimagipfel in Ägypten im November vorzubereiten. Es ging unter anderem um die Reduzierung von Treibhausgasen, Anpassungen an die Folgen des Klimawandels und Unterstützung für Entwicklungsländer.

Der Ausstoß von Treibhausgasen soll gesenkt werden, um das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen, weiter erreichen zu können. Doch die bisherigen Klimaschutzanstrengungen reichen nach Expertenüberzeugung bei weitem nicht aus, um die Erwärmung wie angestrebt zu begrenzen. Zuletzt hatte dies der Weltklimarat (IPCC) in einem Sachstandsbericht deutlich gemacht.