Luftbrücke für Kriegsverletzte – Smudo unterstützt

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Sänger und Hobbypilot Smudo steht zum Start des ersten Hilfsflugs an die ukrainische Grenze neben seinem Flugzeug.
Sänger und Hobbypilot Smudo steht zum Start des ersten Hilfsflugs an die ukrainische Grenze neben seinem Flugzeug. Foto: David Young/dpa

Mönchengladbach (dpa) – Eine humanitäre Luftbrücke an die ukrainische Grenze für Kriegsverletzte und Schwerkranke ist am Samstag am Flughafen Mönchengladbach offiziell an den Start gegangen. Der erste Flug am «Ukraine Airlift Day» ging am Samstagmittag in Richtung ukranische Grenze in die Luft, berichtete einer der Initiatoren, Uwe Lutz vom Vorstand der European Bonanza Society (EBS). Mit dem «Ukraine Airlift Day» will man weitere freiwillige Helfer gewinnen – Flugzeugeigentümer wie auch Piloten.

Sänger Smudo von den Fantastischen Vier unterstützt die spendenfinanzierten Flüge zur ukrainischen Grenze als Schirmherr des Projekts. Der 54-jährige Hobbypilot habe angekündigt, auch selbst in den nächsten Wochen zu einem Hilfsflug aufzubrechen.

Mit dem Aktionstag soll auf die ehrenamtlichen Einsätze von Berufs- und Privatpiloten am Airport Mönchengladbach aufmerksam gemacht werden. Die Hilfsflüge gibt es schon länger. Kriegsverletzte und Schwerkranke werden zur Versorgung in Krankenhäuser in Länder der Europäischen Union ausgeflogen. Organisatoren sind neben der EBS auch die Hilfsorganisationen Humanitarian Pilots Initiative (HPI) und Ukraine Air Rescue (UAR).

Die eingesetzten kleineren Flugzeugtypen seien für Liegendtransporte zugelassen und flexibel auch zum Einsatz selbst auf kürzesten Graspisten geeignet, erläuterte die EBS. Die Ukraine selbst dürfe nicht angeflogen werden, deshalb landeten die Piloten auf polnischer Seite. Auf dem Hinflug transportieren die Piloten Medikamente oder medizinisches Geräte, die in der Ukraine dringend benötigt würden. Es seien auf die Weise bereits zahlreiche Leben gerettet worden.