Feuer in Wohncontainern: Brandstiftung „sehr wahrscheinlich“

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Die Einsatzstelle an der Bertha-Benz-Allee in Heiligenhaus, einer ehemaligen Flüchtlingsunterkunft. Foto: Feuerwehr Heiligenhaus
Die Einsatzstelle an der Bertha-Benz-Allee in Heiligenhaus, einer ehemaligen Flüchtlingsunterkunft. Foto: Feuerwehr Heiligenhaus

Heiligenhaus. Die Polizei geht nach den Feuern in mehreren Wohncontainern der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft an der Bertha-Benz-Allee von Brandstiftung aus. 

Am Samstagmorgen kam es zu dem Brand. Die Feuerwehr Heiligenhaus rückte aus – gegen 6.19 Uhr schrillten die Sirenen in der Stadt. Mehrere Container einer ehemaligen Flüchtlingsunterkunft brannten in voller Ausdehnung.

Bis in die Mittagsstunden dauerte der Löscheinsatz der Feuerwehr. Kräfte aus Heiligenhaus und Velbert brachten den Brand unter Kontrolle. Die Bertha-Benz-Allee, die zum städtischen Friedhof und zu einer kommunalen Annahmestelle für Grünschnitt und Bauschutt führt, war für den Verkehr komplett gesperrt.

„Trotz des schnellen und professionellen Feuerwehreinsatzes mit starken Kräften und Einsatzmitteln – die Feuerwehr setzte sogar eine Drohne mit einer Wärmebildkamera zur Überwachung des Einsatzraumes ein – war leider nicht zu verhindern, dass insgesamt acht leerstehende Container des größeren Containerensembles komplett ausbrannten“, berichtet die Polizei.

Die Behörde geht derzeit von einem Sachschaden von mindestens 20.000 Euro aus. Verletzte habe es nicht gegeben. Mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW) wurde der von der Polizei beschlagnahmte Brandort gesichert und abgesperrt.

Im Anschluss an die Löscharbeiten hat die Polizei ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. „Hinweise für einen technischen Defekt ergaben sich dabei bisher nicht“, hieß es. „Daher erscheint eine Brandstiftung als Ursache sehr wahrscheinlich“. Die Kriminalpolizei hat ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet sowie Maßnahmen zur Spurensuche eingeleitet.

Die Kriminalisten erhoffen sich dem sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung zu verdächtigen Personen oder Beobachtungen, die in einem Zusammenhang zum Brandereignis stehen könnten: 02056 9312 6150.