Bildungsort und Ausflugsziel – Drei Jahre Netzwerk Bergische Museen

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Karin Fritsche (Museum Wülfrath), Gerno Böll und Barbara Kirschner (Dezernent und Leitung Fachbereich Kultur der Stadt Velbert) haben gemeinsam mit (vorn, v.l.) Dr. Yvonne Gönster (Museum Velbert), Bürgermeister Dirk Lukrafka und Dr. Katrin Hieke (Netzwerk Bergische Museen) den Verbund der Museen vorgestellt. Foto: Mathias Kehren
Karin Fritsche (Museum Wülfrath), Gerno Böll und Barbara Kirschner (Dezernent und Leitung Fachbereich Kultur der Stadt Velbert) haben gemeinsam mit (vorn, v.l.) Dr. Yvonne Gönster (Museum Velbert), Bürgermeister Dirk Lukrafka und Dr. Katrin Hieke (Netzwerk Bergische Museen) den Verbund der Museen vorgestellt. Foto: Mathias Kehren

Velbert/Wülfrath. Im Juni 2022 feiert das Netzwerk Bergische Museen sein dreijähriges Bestehen. „Alles in Bewegung“ lautet das Motto des zweiten gemeinsamen Themenjahrs, zu dessen Abschluss die Sonderausstellung „Sicheres Reisen“ im Schloss- und Beschlägemuseum stattfindet.

2019 wurde das Netzwerk Bergische Museen auf Initiative von elf Museen gegründet, darunter auch das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum Velbert. Das Niederbergische Museum und der Zeittunnel in Wülfrath gehören ebenfalls dem noch jungen Verbund an, die Museumslandschaft Abtsküche in Heiligenhaus schließt sich im August an.

Das Netzwerk ist ein themenübergreifender Zusammenschluss von Museen unterschiedlichster Größe und Trägerschaft im Bergischen Land. Vor allem kleinere Einrichtungen, die oftmals nur Dank ehrenamtlichen Engagements existieren, sollen hier die Möglichkeit bekommen, sich mit anderen Museen auszutauschen, gemeinsame Aktionen zu realisieren und generell mehr Bekanntheit zu erlangen.

Das ein Museum spannender Bildungsort und attraktives Ausflugsziel zugleich sein kann, beweist ein neues, im Netzwerk entstandenes Veranstaltungsformat, das besonders in Wülfrath schon gut angenommen wird. Hier finden regelmäßig geführten Radtouren zu Museen und historischen Orten statt. Die Teilnehmer radelten beispielsweise schon auf der Korkenziehertrasse zum Museum Plagiarius oder haben in der näheren Umgebung Geschichtliches über Höfe, Güter und Gewässer erfahren.

„Ein Besuch in Velbert steht noch aus, ist aber fest in Planung“, berichtet Karin Fritsche, die Geschäftsführerin des Trägervereins Niederbergisches Museum. Der Besuch sei durch die Bauphase am Schloss- und Beschlägemuseum bisher noch nicht möglich gewesen. Die ist mittlerweile abgeschlossen. Mit einer Sonderausstellung soll hier das Finale des Themenjahres der Bergischen Museen stattfinden.

Sonderausstellung „Sicher reisen“ in der Villa Herminghaus

Ab Juli wird in der Villa Herminghaus die Sonderschau „Sicher reisen“ gezeigt. Von der Irrfahrt des Odysseus über Pilger- und Zugreisen bis hin zur modernen Luft- und (touristischen) Raumfahrt schlägt die Sonderschau einen anschaulichen Bogen über das Thema. Vom Kofferschloss bis zur Cockpittür können Interessierte dann erfahren, wie die Dinge für Unbefugte verschlossen bleiben.

„Vernetzten und voneinander lernen ist ein Ziel des Netzwerks“, so Dr. Katrin Hieke, die Leiterin der Geschäftsstelle Bergische Museen. Und daran wollen offenbar immer mehr Häuser teilhaben. Die Zahl der Museen im Netzwerk hat in den letzten drei Jahren auf über 20 erhöht.

Das Netzwerk Bergische Museen wird wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert. „Ein hoher fünfstelliger Betrag“, so Meike Utke, fließe jedes Jahr in Kooperation der Museen. Diese könne überdies ein Modell für ähnliche Netzwerke auch in anderen Bundesländern sein, erklärt die Geschäftsführerin für regionale Kulturpolitik im Bergischen Land.

Bisher war auch der Landschaftsverband Rheinland an der Förderung beteiligt. Dessen Anteil wird aber in Zukunft von den Kreisen und kreisfreien Städten übernommen. Weitere Fördergelder kommen von insgesamt acht Träger- und Fördervereinen der Bergischen Museen.

Die „Vielfalt der Museen im Bergischen Land“ können Interessierte bei einem gemeinsamen Aktionstag erfahren. Dieser findet statt am Sonntag, 26. Juni, von 11 bis 17 Uhr im Lokschuppen Hochdahl am Ziegeleiweg 1-3, wo das Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl seinen Standort hat. Mehr Informationen sind nachzulesen unter www.bergischemuseen.de.