Impfstoff für Kinder verwechselt: Verfahren eingestellt

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Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal.
Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal. Foto: Thomas Frey/dpa/Symbolbild

Siegen/Attendorn (dpa/lnw) – Nach der Zahlung einer Geldauflage über 300 Euro hat die Staatsanwaltschaft Siegen das Verfahren gegen eine Mitarbeiterin des Impfzentrums Attendorn eingestellt. Der Fall aus dem Kreis Olpe sei abgeschlossen, sagte am Dienstag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Die Kinder hätten keinen Schaden davongetragen.

Die Frau hatte im Dezember 2021 drei Kindern im Alter zwischen sieben und elf Jahren den damals für diese Altersgruppe noch nicht zugelassenen Impfstoff von Moderna verabreicht. Wegen einer Panne hatte sie nicht zum Impfstoff von Biontech gegriffen. Die Eltern eines Kindes hatten Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung erstattet. Im Frühjahr 2022 wurde Moderna dann auch für die betroffene Altersgruppe zugelassen.

Zuvor hatte der WDR über die Einstellung des Verfahrens berichtet.