NRW-Staatspreis für Michael Schumacher

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Formel-1-Legende Michael Schumacher feiert seinen Sieg beim Großen Preis von Italien in Monza.
Formel-1-Legende Michael Schumacher feiert seinen Sieg beim Großen Preis von Italien in Monza. Foto: Gero Breloer/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa) – Formel-1-Legende Michael Schumacher (53) erhält den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Damit sollen neben den sportlichen Erfolgen des früheren Rennfahrers auch dessen soziales Engagement und die Verdienste um seine Heimat gewürdigt werden, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst. «Es gibt wenige Menschen in Deutschland, die eine ganze Sportart derart geprägt haben wie Michael Schumacher den Rennsport», sagte der CDU-Politiker über den gebürtigen Rheinländer.

Die Ehrung werden Schumachers Frau Corinna und seine Kinder Gina und Mick am 20. Juli in der Kölner Motorworld entgegennehmen. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister war 2013 beim Skifahren in den französischen Alpen schwer verunglückt. Von dem schweren Schädel-Hirn-Trauma, das er bei einem Sturz auf einen Felsen erlitten hatte, erholt er sich weiter abgeschottet von der Öffentlichkeit im Kreis seiner Familie. Details über Michael Schumachers Gesundheitszustand sind nicht bekannt.

«Sein Talent und sein unbändiger Fleiß haben Michael Schumacher zu einem außergewöhnlichen Rennfahrer und zum Helden von Millionen Fans gemacht», sagte NRW-Ministerpräsident Wüst. Schumacher gehöre bis heute zu den herausragenden Persönlichkeiten der weltweiten Sportgeschichte und bleibe Vorbild für viele Menschen.

Zudem würdigte Wüst das Engagement Schumachers als Sonderbotschafter der Unesco. Der Rennfahrer habe auch viel Geld für wohltätige Zwecke gespendet. Die Laudatio auf Schumacher werde dessen Weggefährte Jean Todt halten, der früher Ferrari-Teamchef und dann Präsident des Internationalen Automobilverbands war.

Der Staatspreis ist die höchste Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Zuletzt wurde er 2019 an den ehemaligen Bundesumweltminister Klaus Töpfer verliehen. In den vergangenen beiden Jahren gab es wegen der Corona-Pandemie keine Ehrung.