Nachhaltigkeit und Innovation – Wirtschaftsfrühstück der Schlüsselregion

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Geschäftsführerin Sabine Lindner-Möller (links) mit den Gästen des Wirtschaftsfrühstücks beim Betriebsrundgang. Foto: Schlüsselregion / A. Blazy
Geschäftsführerin Sabine Lindner-Möller (links) mit den Gästen des Wirtschaftsfrühstücks beim Betriebsrundgang. Foto: Schlüsselregion / A. Blazy

Velbert/Heiligenhaus. Rund 60 Teilnehmende folgten der Einladung der Schlüsselregion und trafen sich zu früher Stunde zum lockeren Austausch beim Wirtschaftsfrühstück. Auch der Fachvortrag des Velberter Startups „KINEMO“ zum Thema Bauteilprüfung mit Röntgen-Videoanalyse stieß auf großes Interesse.

Die Freude war den Unternehmerinnen und Unternehmern sichtlich anzusehen: Über zwei Jahre lang konnte das Wirtschaftsfrühstück der Schlüsselregion wegen Corona nicht stattfin-den, jetzt war es endlich wieder so weit. „Netzwerke leben von der persönlichen Begegnung. Das hat uns echt gefehlt“, erzählte Schlüsselregion-Geschäftsführer Dr. Thorsten Enge.

Gastgeber des Treffens war die Firma „MECU“, die seit 1986 mit Halbzeugen aus Messing, Kupfer, Aluminium, Bronze sowie Neusilber handelt und damit Kunden aus Industrie und Handwerk versorgt. Die rund 7.000 eingelagerten Produkte gewährleisten schnelle Lieferfä-higkeit. Darunter fallen auch Produkte mit speziellen bleifreien Aluminium- und Messinglegie-rungen.

Dass das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt, machte Geschäftsführerin Sabine Lindner-Möller deutlich. „Bei uns werden Schrotte wiederverwertet. Dafür eignen sich beson-ders Stoffe mit hohem Reinheitsgehalt. Wenn ein Kunde also beispielsweise Messingmaterial bei uns bestellt, liefert er dafür Schrotte, die wir nach Kundenwunsch umarbeiten und natürlich entsprechend verrechnen.“

Nachhaltigkeit im Betrieb

Dieses ökologische Vorgehen, das sich bei MECU auch in vielen anderen Bereichen wider-spiegelt, hat sogar seinen eigenen Begriff bekommen: meculogisch. „Damit wollen wir aus-drücken, dass wir nachhaltig und fair denken und handeln“, erklärte Sabine Lindner-Möller. „Unser Geschäftsmodell sieht überall im Betrieb energie- und ressourcensparende Maßnah-men vor. Es basiert auf drei Säulen, die ihren Grundstein im ökonomischen, ökologischen, und im sozialen Bereich haben. Für unser Engagement haben wir verschiedene Auszeichnungen und Zertifikate erhalten.“

Mit Videoanalyse auf Fehlersuche

Sercan Atesoglu, der am Institut für Sicherungssysteme der Uni Wuppertal studiert und pa-rallel bei „WITTE“ Automotive gearbeitet hat, hat erst kürzlich mit seiner Firma KINEMO ein Startup in Velbert gegründet. In seinem Vortrag stellte er eine neuartige Methode zur Bewe-gungsanalyse eines Bauteils vor. „Mit Hilfe der Röntgen-Videoanalyse lässt sich Bewegung im Inneren eines Bauteils sichtbar machen, ohne es zu zerstören,“ schilderte Atesoglu das Vorgehen. Das sei besonders hilfreich, um mögliche Fehlerquellen zu analysieren. „Die Röntgen-Videoanalyse erlaubt es, dass zur Problembehandlung alle über den gleichen Zustand sprechen und auf dieser Basis das Problem beheben können.“ Die Fehleridentifikation ist so in wenigen Stunden anstatt Tagen oder Wochen möglich.