Ex-Freund soll 17-Jährige getötet haben: Tatort unklar

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Ein Blaulicht auf einem Einsatzfahrzeug der Polizei.
Ein Blaulicht auf einem Einsatzfahrzeug der Polizei. Foto: Daniel Vogl/dpa/Symbolbild

Hamm/Iserlohn (dpa/lnw) – Nach dem Fund der Leiche einer getöteten 17-Jährigen bei Hamm ist weiter unklar, wo das Mädchen umgebracht worden ist. Der Tatort sei noch nicht ermittelt, sagte Oberstaatsanwalt Carsten Dombert am Montag. Vom tatverdächtigen 26 Jahre alten Ex-Freund der Jugendlichen, der in Untersuchungshaft sitzt, gibt es demnach keine Informationen. Der Mann habe bei der Polizei wie auch vor dem Haftrichter zu den Vorwürfen geschwiegen, sagte der Sprecher.

Ein Radfahrer hatte die brennende Leiche am Freitagmorgen auf einem Weg in einem Naturschutzgebiet entdeckt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau da schon mehrere Tage tot war und die Leiche dort verbrannt wurde, um Spuren zu beseitigen. Ihre Eltern hatten sie bereits am 14. Juni als vermisst gemeldet, nachdem sie nicht vom Spaziergang mit ihrem Hund im Wald zurückgekehrt war.

Die Obduktion ergab, dass das Mädchen nicht an den Flammen starb, sondern durch «massive Gewalt gegen den Hals». Oberstaatsanwalt Dombert sagte am Montag, eine Waffe, etwa ein Messer, sei dabei nicht im Spiel gewesen. Es gehe vielmehr in die Richtung, dass der 17-Jährigen Luftnot zugefügt worden sei.

Die Ermittler werten nun sichergestellte Gegenstände – etwa das Handy des Ex-Freunds – sowie Funkzellen aus, in denen die Handys von Opfer und Tatverdächtigem registriert wurden. Beide sind Deutsche.

In Iserlohn-Letmathe im Sauerland, wo die Schülerin wohnte, herrschte nach ihrer Todesnachricht Trauer. Am Donnerstag plant ein Sportverein eine Gedenkandacht, laut einer Sprecherin der Stadt gibt es eine Spendensammlung für die Familie. Außerdem ist Medienberichten zufolge ein ökumenischer Trauergottesdienst angedacht.