Klimaschutz: Erste grüne Dächer in der Ratinger Innenstadt

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Rund sechs Wochen nach der Begrünung sprießen auf dem einst tristen Garagendach die ersten Pflanzen. Foto: Frank Sandlöbes
Rund sechs Wochen nach der Begrünung sprießen auf dem einst tristen Garagendach die ersten Pflanzen. Foto: Frank Sandlöbes

Ratingen. Das Fassaden- und Hofflächenprogramm der Stadt Ratingen trägt seit sechs Jahren erheblich zu einer Verschönerung des Stadtbildes in der Innenstadt bei. Insgesamt konnten bereits über 45 Immobilien gefördert werden.

Bislang waren es überwiegend Fassaden und zwei Innenhöfe, die mit Hilfe der großzügigen Fördermittel erneuert und aufgewertet wurden. Das Förderprogramm ermöglicht jedoch auch die Gewährung von finanziellen Zuwendungen für die Begrünung von Fassaden und Dachflächen von untergeordneten Nebengebäuden wie zum Beispiel eingeschossigen Anbauten und Garagen.

Durch eine Begrünung von Gebäudeflächen kann ein kleiner Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet und ein Stück Natur zurück in die Stadt gebracht werden. Dies trägt nicht nur zur Verbesserung des Klimas und des natürlichen Wasserkreislaufes, sondern auch zur Erhöhung der Lebens- und Wohnqualitäten und zur Stadtgestaltung bei.

In der Suitbertusstraße 10 wurde die erste Maßnahme zur Begrünung eines Garagendaches umgesetzt. Im hinteren Teil des Grundstückes befindet sich ein Garagengebäude mit einer bislang unattraktiven Dachfläche, die mit Teerpappe abgedeckt war. Durch eine attraktive Begrünung wurde hier ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz geleistet und verschönert nachhaltig das nähere Umfeld. Finanziell bezuschusst wurden neben der reinen Begrünung auch begleitende Arbeiten wie die Gerüststellung, die Erneuerung der Oberflächen und der Untergrund aus Kies.

Genau wie für die Aufwertung von Fassaden gibt es auch für die Begrünung von untergeordneten Fassaden und Dachflächen attraktive Zuschüsse: Bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten werden übernommen, wobei die Obergrenze bei 120 Euro pro Quadratmeter gestalteter Fläche liegt. Die Kosten für eine mögliche Fachberatung durch die Quartiersarchitekten werden durch die Stadt Ratingen getragen und aus Städtebaufördermitteln bezuschusst.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass das erste Gründach gefördert wurde und hoffen, dass dieses gute Beispiel weitere Eigentümerinnen und Eigentümer zur Dachbegrünung motiviert“, so Lars Hausfeld vom Innenstadtbüro. Das Programm läuft noch bis Ende 2023 weiter, Interessenten können sich noch um Zuschüsse bewerben.

Wer sich für die Fördermöglichkeiten des Fassaden- und Hofflächenprogramms interessiert, kann sich gerne an das Innenstadtbüro wenden und einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren (Homepage: www.innenstadt-ratingen.de, E-Mail: buero@innenstadt-ratingen.de, Tel. 02102/8893729; Sprechzeiten im Büro Mülheimer Straße 9: dienstags 15-17 Uhr, donnerstags 10-12 Uhr).