Thema „Sicher reisen“: Erste Ausstellung in der Villa Herminghaus

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Emmanuel Giagtzoglou und Dr. Yvonne Gönster haben die erste Sonderausstellung vorgestellt. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Das Schloss- und Beschlägemuseum zeigt die Sonderausstellung ,,Unterwegs? Aber sicher! Reisen im Wandel von der Seefahrt bis zur Raumfahrt“. Erstmals seit Eröffnung des neuen Museums findet eine Ausstellung in der der Villa Herminghaus statt.

„Die Ausstellung spannt einen Bogen von der antiken Seefahrt bis zur modernen Raumfahrt“, erklärt Emmanuel Giagtzoglou, wissenschaftlicher Volontär des Museums, der die Sonderausstellung kuratiert hat. In den Überlegungen für die Ausstellungsplanung sei er von der zehnjährigen Irrfahrt des Odysseus inspiriert gewesen. Eine Geschichte, die sich aber zumindest im Kern auch in einem modernen Filmwerk, gemeint ist die „Odysse im Weltraum“, noch einmal wiederfinde.

Reisen war nicht immer mit Erholung und Freizeit verbunden, wie das heutzutage meist der Fall ist. In der Antike waren Seefahrten unabdingbar für die Erschließung neuer Gebiete, die Erweiterung der Grenzen und den Handel. Derartige Unternehmungen glichen damals eher einer Heldentat, absolut fern von Sightseeing und Strandspaziergängen.

Während sich die Motivation für Reisen im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat, die Fortbewegungsmittel immer besser wurden und die Welt stetig ein Stück kleiner geworden ist, hat eines für die Reisenden unverändert höchste Priorität: die Sicherheit für Leib und Seele sowie für Hab und Gut.

Die Sonderausstellung zeigt Sicherheitsstrategien aus den Bereichen Seefahrt, Wandern und Radfahrens, Bahn- und Autoreisen sowie Luft- und Raumfahrt. Dabei sind Exponate aus der eigenen Sammlung zu sehen, es werden aber auch Leihgaben aus anderen Museen miteinbezogen. Beispielsweise aus dem Museum Abtsküche in Heiligenhaus, wo man historische Reisekoffer und ein original Miele-Fahrrad entliehen hat.