Vom rauchenden Schlot zur Innovationsschmiede: NRW ist ein guter Ort für einen Neuanfang

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Neue Jobchancen in NRW
Vom Kohle-Business zur Innovationsschmiede: Nordrhein-Westfalen hat den Wandel erfolgreich geschafft. Bild: pixabay.com @ orensteiner (CC0 Creative Commons)

Wo einst noch rauchende Schlote standen, ist heute Platz für neue Naturlandschaften und innovative Unternehmen. Dieser Wandel begeistert immer mehr, denn Nordrhein-Westfalen wird zunehmend beliebter.

2020 gab es mehr Zu- als Fortzüge und der Positivtrend hält weiter an. Immer mehr können sich für die attraktiven Jobangebote, kulturellen Möglichkeiten und Naturvielfalt begeistern. Wer umzieht, kann häufig sogar noch Steuern sparen.

Neue Jobchancen in NRW

In NRW herrscht gute Stimmung am Arbeitsmarkt, was eine durchschnittliche Quote von ca. 7 % zeigt. Zum direkten Vergleich die Zahlen anderer Bundesländer aus 2021: Bremen führt die unrühmliche Liste mit mehr als 10 % an, gefolgt von Berlin als Hauptstadt mit fast 10 % und Mecklenburg-Vorpommern mehr als 7,6 %.

Grund hierfür sind nicht nur die starke Wirtschaftskraft in der Region, sondern auch die Anreize der Landesregierung. Nordrhein-Westfalen will beispielsweise, wie Bayern auch, die Pendlerpauschale erhöhen, um die Arbeitnehmenden auch künftig weiter zu entlasten.

Auch das Buhlen um die Arbeitskräfte von morgen hat in NRW längst begonnen. Entscheiden sich junge Menschen, eine Ausbildungsstelle anzunehmen, können sie von verschiedenen Fördermöglichkeiten profitieren. Ihre Umzugshilfe und deren Kostenübernahme sind dabei nur ein wichtiger Puzzlestein des Erfolges. Was viele gar nicht wissen: Die Umzugskosten lassen sich steuerlich geltend machen und reduzieren die zu zahlende Einkommenssteuer.

Nordrhein-Westfalen setzt auf Fachkräftegewinnung und -förderung

Die IHK Düsseldorf will mit ihrer Initiative „Wirtschaft trifft Schule“ sogar schon Schülerinnen und Schüler für die Arbeiten in Unternehmen der Region begeistern. Dabei besuchen mehr als 30 Unternehmende Schulen und sprechen über mögliche Jobperspektiven. Daraus entstanden sind bereits mehrere erfolgreiche Kooperationen, um den Schülerinnen und Schüler beispielsweise künftig durch exklusive Praktikumsplätze Einblicke in die Tätigkeitsfelder und beruflichen Möglichkeiten zu geben.

Neben den Anreizen für künftige Fachkräfte tut Nordrhein-Westfalen ebenso viel in Sachen Weiterbildung. So gibt es Förderprämien, um sich für die (digitale) berufliche Zukunft vorzubereiten. Nicht nur Beschäftigte, sondern auch Selbstständige sowie Berufsrückkehrende werden durch monetäre Zuwendungen unterstützt.

Tipp: Velbert als Kleinod mit Charme und üblichen Perspektiven

Seit 2017 ist die Stadt mit ihren mehr als 84.000 Einwohnern bereits Mitglied in den „Europaaktiven Kommunen in Nordrhein-Westfalen“. 2020 gab es sogar das Europadiplom für die enorme Förderung des europäischen Gedankens. Hier will man sich zukunftsgerichtet und vor allem überregional offen präsentieren.

Das begeistert immer mehr Besucher und Zugezogene, denn die Einwohnerzahlen sind im Gegensatz zu anderen Kommunen der Region seit Jahren konstant. Auch die Arbeitssuchendenquote liegt mit ca. 6 % (Stand früherer 2022) auf einem guten Niveau, sogar nur signifikant über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Wer sich in Velbert niederlässt, darf sich über viele Kultur- und Freizeitangebote freuen. Von Theater über Musikschule, Museen oder Büchereien ist alles dabei. Zur Lebensqualität gehören auch die guten Jobmöglichkeiten, denn es gibt in unmittelbarer Umgebung viele Großunternehmen. Hierzu gehört nicht nur das Helios Klinikum, sondern auch die Huf Hülsbeck & Fürst GmbH & Co. KG als einer der größten Arbeitgeber der Region. WITTE Automotive lockt vor allem technisch versierte Experten in die Region und gehört mit ca. 1.000 Beschäftigten ebenso zu den größten Arbeitgebern.

Gründen in NRW leicht(er) gemacht

Um den Status als wirtschaftlich attraktive Region zu behalten, tut Nordrhein-Westfalen nicht nur etwas in puncto Nachwuchsgewinnung oder Weiterbildung. Die Landesregierung setzt gezielte Impulse, um auch Gründer zu motivieren.

So gibt es das Gründerstipendium, das monatlich 1.000 Euro für bis zu zwei Jahre bringt. Damit sollen mutige Gründende auf ihrem Weg in den erfolgreichen Businessaufbau unterstützt werden. Mit großem Erfolg, denn 2020 wurden ca. 34.000 Unternehmen gegründet, davon ca. 4.500 in der Wissens- und Technikbranche. Zum direkten Vergleich dazu: 2016 waren es ca. 1000 Unternehmen weniger, nur ca. 4.000 in der Technologie- und Wissensbranche.

Das Förderungskonzept scheint aufzugehen, was für eine größere Attraktivität der Region sorgt. Steigende Umsatzgründungen bedeuten im Gegenzug mehr Arbeitsplatzpotenzial und damit neue Chancen für heranwachsende oder zugezogene Fachkräfte.

Von der Maloche zum Technologie-Hotspot

Einst Schwerstarbeit in den Kohlezechen, heute sinnieren über kreative und technologiebasierte Ideen – keine Frage, Nordrhein-Westfalen erfindet sich völlig neu. Seit Jahrzehnten hat sich das Bild gewandelt, denn die rauchenden Schlote sind verschwunden. Nun gibt es zahlreiche Start-ups, Unternehmensideen und innovative Projekte, vor allem in der Technologie- und wissensintensiven Branche.

Um die unternehmerischen Diamanten von morgen zu finden, tut das Land in Zusammenarbeit mit großen Unternehmen der Region viel. So wird beispielsweise der Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“ ausgelobt, indem Unternehmen eine einmalige Chance bekommen, ihre Ideen vorzustellen. Die Besten werden prämiert, wie 2020 beispielsweise die Schüttflix GmbH aus Gütersloh oder die Rimasys GmbH aus Köln. Letztere hatte sich zur Aufgabe gemacht, einen Roboter für die Schulung künftiger Chirurgen zu entwickeln, mit denen sie noch präziser Arbeitsabläufe und neue Technologien erlernen können. In verschiedenen Kategorien werden die besten Unternehmen ausgezeichnet, so nicht nur Start-ups, sondern auch Mittelständler und Konzerne, Handwerk und kleine Unternehmen. Ein Anreiz für viele Unternehmende der Region, um ihre Ideen vor einem Fachpublikum zu präsentieren.

Neben der Auszeichnung durch die hochkarätige Jury aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft gibt es auch ein Preisgeld von 60.000 Euro.

Technologie 4.0 längst in NRW angekommen
Bestens vorbereitet für die Industrie 4.0: Auch kleine und mittelständische Unternehmen Nordrhein-Westfalen zeigen sich aufgeschlossen. Bild: pixabay.com @ andreas160578 (CC0 Creative Commons)

Technologie 4.0 längst in NRW angekommen

Wie kaum ein anderes Bundesland fördert Nordrhein-Westfalen die Weiterentwicklung der Digitalisierung, um auf die Wirtschaft 4.0 vorbereitet zu sein. Gemeinsam digitale Transformation gestalten, so die einhellige Meinung von Wirtschaft und Politik. Künftig soll der Fortschritt Arbeitszeit flexibler gestalten, Arbeitnehmende entlasten.

Auch der Mittelstand wird in die Initiative stark einbezogen. Er profitiert vor allem aufgrund der Nachbarstandorte vom starken Auftrieb der Logistikwirtschaft, die smartere Arbeitsbedingungen unabdingbar macht. Um auch künftig im Big Business nicht den Anschluss zu verlieren, haben sich bereits viele kommunale Unternehmen mit den Digitalisierungsmöglichkeiten vertraut gemacht.

Eine Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks zeigt, dass mehr als 81 % aufgeschlossen gegenüber der Digitalisierung sind, während schon mehr als 58 % aktiv an der Umsetzung arbeiten. So wurden beispielsweise innovative Softwarelösungen integriert, um betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten.