Filmschauplatz extrem

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Im Flugzeughangar verfolgten die Besucher die Geschichte des fliegenden Gärtners Schorsch. Foto: Mathias Kehren
Im Flugzeughangar verfolgten die Besucher die Geschichte des fliegenden Gärtners Schorsch. Foto: Mathias Kehren

Heiligenhaus. Trotz Unwetter hat am Donnerstagabend der Filmschauplatz NRW auf dem Flughafen Meiersberg stattgefunden. Rund 100 Besucher schauten sich den Film „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“ an.

Der Schauplatz war geradezu ideal gewählt. Er stand nämlich in doppelter Hinsicht in Verbindung mit dem Film: In der Hauptrolle spielt Elmar Wepper den Gärtner Schorsch, der auch leidenschaftlicher Hobbypilot ist und in einem Propellerflieger sein altes Leben hinter sich lässt. Hinzu kommt, dass einige Teile des Film vor Ort in Heiligenhaus gedreht wurden.

Mit der Erfahrung aus der Vergangenheit, Heiligenhaus hat nur drei der insgesamt 15 Filmschauplatz-Jahre ausgelassen, rechneten die Veranstalter mit etwa 800 bis 1.000 Zuschauern. Am Nachmittag schien sich auch noch ein großes Filmfest anzubahnen. Bei schwülheißen Temperaturen über der 30-Grad-Marke wurde das Open-Air-Kino aufgebaut.

Lange Zeit sah es danach aus, als würde das Gewitter an uns vorbeiziehen, meinte Mitorganisator Andre G. Saar vom Stadtmarketing. Doch in den frühen Abendstunden kam es dann anders. Schon die ersten Gewitterböen bliesen die große Kinoleinwand um. Und dann hat es gar nicht mehr aufgehört zu regnen, berichtet Saar. Schnell wurde klar, das Open-Air-Kino nicht möglich war.

Dann bewies das Orgateam Durchhaltevermögen und Einfallsreichtum. Kurzer Hand wurde die innere Wand des leer geräumten Flugzeughangars mit weißen Tüchern in eine Kinoleinwand umfunktioniert. Der Vorführwagen wurde gedreht, sodass er von außen in den Hangar projizieren konnte. Dann konnte das neu geschaffene Indoor-Kino starten.

Rund 100 Zuschauer zählte Anna Fantl von der Filmstiftung NRW bei der Begrüßung. „Das gibt es nur in Heiligenhaus, andernorts wären es wohl maximal 20 gewesen“, befand sie in Bezug auf die wetterfesten Kinofans. Und die konnten sich danach im Schutz des trockenen Hangars dem Filmerlebnis hingeben.