Synode des Kirchenkreises Niederberg tagt „offline“

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Ein Mikrofon in einem Sitzungssaal. Foto: pixabay
Ein Mikrofon in einem Sitzungssaal. Foto: pixabay

Velbert/Wülfrath. Die Synode des Kirchenkreises Niederberg hat im Gemeindehaus am Pütt in Wülfrath ihre Tagung abgehalten.

Die ca. 70 Abgeordneten aus den Niederberger Gemeinden und berufenen Mitglieder berieten gemeinsam die Themen und Angelegenheiten, die der Kirchenkreis wahrnimmt.
Geleitet wird die Synode von Superintendent Pfarrer Jürgen Buchholz: „Es ist schön, dass die Synode mal wieder offline stattfinden konnte. Es tut gut, den Menschen real zu begegnen.“

Eröffnet wurde die Synode mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche Wülfrath. Die Predigt hielt Bischof Kurtuk Meliyio von der Partnerkirche in Kenia (KELC). Am folgenden Tag berichtete Bischof Meliyio der Synode: „Vor Corona hatten wir erst Überschwemmungen und dann die Heuschrecken, die auch den letzten Grashalm auffraßen. Während Corona hatten wir einen massiven Lockdown und keine Gottesdienste mehr – aber wir finanzieren unsere Arbeit über die Kollekten in den Gottesdiensten. Das war schwer. Und nun haben wir sehr viele Teenie-Schwangerschaften“. Ohne darüber zu resignieren bedankte er sich für die Unterstützung, die der Kirchenkreis Niederberg seit Jahren zuverlässig leistet.

Weitere Themen der Synode waren unter anderem die Schutzkonzepte zur Prävention von sexueller Gewalt. Hier werden derzeit. Schulungen für Haupt- und Ehrenamtliche auf allen Ebenen durchgeführt. Das Motto dieser Schulungen ist: „Gemeinden sollen Schutzorte sein und nicht Tatorte“. Außerdem thematisiert wurde die Gemeinwesenarbeit „Heute Kirche mit anderen sein“, mit Hochbeeten in Heiligenhaus und der Vesperkirche Niederberg. Auch die Flüchtlingsarbeit und ein Konzept für die Social-Media-Arbeit wurden vorgestellt.

Einstimmig wurde eine halbe Stelle für die Klimaschutzkoordination eingerichtet. Damit beteiligt sich der Kirchenkreis an den ambitionierten Zielen, die die Landeskirche vorgibt: Bis 2025 soll der CO2-Ausstoss halbiert werden und bis 2035 sollen die Gemeinden treibhausneutral arbeiten. Einen Klimaschutzkoordinator soll die Gemeinden dabei beraten und unterstützen.

Nach Abschluss der Synode war Superintendent Buchholz zufrieden: „Die Berichte der kenianischen Gäste zeigen wie groß die Probleme sind. Und wir haben einige zukunftsweisende Beschlüsse gefasst.“