Mal kühl, mal dunkel: Wie lagert man Obst im Sommer?

32
Ein Korb mit Kirschen steht bereit. Foto: VZ NRW/Adpic
Ein Korb mit Kirschen steht bereit. Foto: VZ NRW/Adpic

Düsseldorf. Früchte im Sommer richtig lagern: Mit einigen Tipps von der Verbraucherzentrale NRW halten sich Beeren, Äpfel und Co in den heißen Monaten länger. 

Sommerzeit ist Obstzeit. Viele heimische Früchte haben jetzt Saison. Wer keinen Garten mit eigenem Obst hat, findet im Supermarktregal, am Marktstand oder im Hofladen eine reiche Auswahl. Von frühen Apfelsorten über verschiedene Beeren, Kirschen bis hin zu Pfirsichen und Aprikosen reicht das Angebot. Allerdings machen sich auch beim Obst die aktuellen Preissteigerungen bemerkbar.

„Umso wichtiger ist es, dass Früchte nicht wegen falscher Lagerung verderben und in der Tonne landen. Das belastet unnötig die Haushaltskasse, aber auch die Umwelt“, so die Verbraucherzentrale NRW.

Die Experten haben die folgenden Tipps zum richtigen Umgang mit Sommerfrüchten zusammengestellt:

Kirschen

Damit Kirschen länger frisch bleiben, sollten sie mit Stiel gelagert werden. So wird das Fruchtfleisch nicht beim Entfernen des Stiels beschädigt. Gut aufgehoben sind Kirschen im Kühlschrank. Dort halten sie etwa zwei bis drei Tage.

Wichtig: Die Früchte erst kurz vor dem Verzehr waschen, ansonsten werden sie matschig und verderben schneller. Bekommen die Kirschen einen kurzen Kälteschock im Gefrierfach, lassen sie sich übrigens leichter entsteinen.

Beeren

Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren gibt es im Juli und August ebenfalls aus regionalem Anbau. Die leckeren Früchtchen sind sehr druckempfindlich und schimmelanfällig. Im Kühlschrank halten unbeschädigte Beeren etwa drei Tage.

Am besten isst man die kalorienarmen Vitaminspender aber möglichst schnell. Stachelbeeren haben die längste Lagerfähigkeit unter den Sommer-Beeren. Sie können in einem Kühlschrank mit Null-Grad-Zone sogar zwei bis drei Wochen aufbewahrt werden.

Äpfel

Egal ob grün, gelblich oder rot: Äpfel sind das Lieblingsobst der Deutschen. Ab August werden frühe Sorten bei uns geerntet, beispielsweise Grafensteiner und Holstener Cox. Die Sommeräpfel sind weniger lagerfähig als die Herbstäpfel.

Aber auch sie mögen es kühl und sind im Kühlschrank am richtigen Platz, wenn kein kalter Kellerraum zur Verfügung steht. Weniger gut ist ein zwar dekorativer, aber warmer Platz in der Obstschale. Außerdem schmeckt ein gekühlter Apfel an heißen Sommertagen besonders gut.

Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen

Wer im Sommer gerne zu Steinobst wie Pfirsich, Nektarine und Aprikose greift, sollte die Früchte dunkel und kühl lagern, beispielsweise im Gemüsefach des Kühlschranks. Dann bleiben sie etwa eine Woche lang frisch.

Allerdings sind die Früchte sehr druckempfindlich und müssen vorsichtig transportiert und gelagert werden, damit Haut und Fruchtfleisch keinen Schaden nehmen. Wie Äpfel geben sie außerdem das Gas Ethylen ab, das anderes Obst und Gemüse schneller reif oder sogar überreif werden lässt.

Melonen

Gekühlte Melone erfrischt und löscht hervorragend den Durst – schließlich bestehen die großen Beerenfrüchte zum großen Teil aus Wasser. Hierzulande werden Melonen hauptsächlich in Südwest- und Süddeutschland angebaut, aber auch einzelne NRW-Bauern experimentieren mit dem Fruchtgemüse. Supermarktware stammt jedoch überwiegend aus Südeuropa.

In einem kühlen, dunklen Raum halten sich Melonen je nach Reifegrad zwischen einer und zwei Wochen. Angeschnitten gehören Wasser-, Honig- oder Cantaloupe-Melone in den Kühlschrank. Die Schnittfläche dabei abdecken – etwa mit einem Teller – und die Melone innerhalb von ein bis zwei Tagen aufessen.

Weitere Tipps zur richtigen Lagerung von Obst und Gemüse hat das Mehrwert-Projekt der Verbraucherzentrale NRW in einem kostenlosen „Lagerungs-ABC“ zusammengestellt. Der Leitfaden ist zu finden unter www.mehrwert.nrw.