Mordkommission ermittelt nach nächtlichem Schuss

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Ein Schild mit der Aufschrift
Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild

Dormagen (dpa/lnw) – Ein Streit um nächtlichen Lärm soll in Dormagen beinahe tödliche Folgen gehabt haben. Ein 27-Jähriger habe sich mit mehreren Leuten um 4.00 Uhr nachts vor dem Haus eines älteren Ehepaares aufgehalten, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag. Dabei sei es zu einem Wortgefecht zwischen einem 60-jährigen Bewohner des Hauses und dem 27-Jährigen gekommen.

Daraufhin habe der 27-Jährige versucht, gewaltsam in das Haus einzudringen, in dem sich der 60-Jährige mit seiner Frau aufhielt. Dabei soll er das Ehepaar massiv bedroht haben. Der 60-Jährige habe schließlich geschossen.

Der 27-Jährige kam schwer verletzt in eine Klinik und wurde notoperiert. Lebensgefahr konnte nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei stellte die mutmaßliche Tatwaffe sicher. Den bisherigen Ermittlungen der Mordkommission zufolge sei aber davon auszugehen, dass der 60-Jährige in Notwehr geschossen habe.