Weiterer Streik der Beschäftigten an NRW-Uniklinken

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Beschäftigte nehmen an einem Warnstreik teil.
Beschäftigte nehmen an einem Warnstreik teil. Foto: Stefan Sauer/dpa/ZB/Symbolbild

Essen (dpa/lnw) – Mit einem weiteren landesweiten Streik an sechs Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen wollen die Beschäftigen ihr Forderungen nach einem Entlastungstarifvertrag untermauern und den Druck in den laufenden Verhandlungen erhöhen. Wie die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch mittelte, sind an diesem Donnerstag große Kundgebungen und Demonstrationen in Essen geplant.

Die Auftaktkundgebung findet um 10.00 Uhr am Uniklinikum in Essen statt. Um etwa 12.00 Uhr wollen die Streikteilnehmer von dort in einem Demonstrationszug zum Alfried-Krupp-Krankenhaus zur Abschlusskundgebung um 13.00 Uhr ziehen. Als Redner sind Katharina Wesenick, Verdi-Landesfachbereichsleiterin für Gesundheit, und Knut Giesler von der IG Metall NRW angekündigt. Mehrere hundert Teilnehmer werden erwartet.

Die Streiks an sechs Unikliniken sind mittlerweile in der zehnten Woche. Zwar gibt es Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Verdi und den Klinikleitungen, ein Durchbruch im Streit um den sogenannten «Tarifvertrag Entlastung» (TV-E) wurden aber noch nicht erzielt.

Knackpunkte in den Verhandlungen sind insbesondere festgelegte Personalbemessungen in einzelnen Klinikbereichen, die das Verhältnis von Pflegekräften sowie Patientinnen und Patienten regeln und eine entsprechende Entlastung, wenn die Zahlen nicht eingehalten werden. Die Klinken boten bisher eine pauschale Regelung mit Entlastungstagen für diesen Fall an, aber auch nicht für alle Teilbereiche in den Kliniken.