Bundesverdienstkreuz für Richard Oetker

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Richard Oetker, aus der Gründerfamilie der Dr. Oetker GmbH, lächelt.
Richard Oetker, aus der Gründerfamilie der Dr. Oetker GmbH, lächelt. Foto: picture alliance / Caroline Seidel/dpa

Düsseldorf/Bielefeld (dpa/lnw) – Für seinen Einsatz für Kriminalitätsopfer hat Richard Oetker das Bundesverdienstkreuz erhalten. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zeichnete den Unternehmer am Donnerstag bei einer Feierstunde in Düsseldorf aus. «Richard Oetker gibt seit Jahrzehnten betroffenen Menschen eine Stimme, wenn ihre eigene Stimme versagt oder wenn sie nicht ausreicht», sagte Wüst laut Mitteilung der NRW-Staatskanzlei. Oetker mache den Opfern und ihren Angehörigen Mut und zeige Wege auf, «ihr Schicksal zu überwinden und wieder ins eigene Leben zurückzufinden.»

Oetker (71) war 1976 Opfer einer Entführung und wurde dabei schwer verletzt. Seit 1988 engagiert er sich in der Opferschutzorganisation Weisser Ring, zuletzt im Bundesvorstand. Er setzte sich für die Gründung der Weisser Ring Stiftung ein (2012). Richard Oetker ist Sohn des früheren Oetker-Konzernchefs Rudolf-August Oetker. Bis 2016 führte er das Unternehmen in Familienbesitz mit Sitz in Bielefeld, das mit Pudding- und Backpulver sowie Tiefkühlpizzen Milliarden-Umsätze macht.

Der Bundesverdienstorden ist die höchste Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland und wird in acht Stufen für Verdienste um das Gemeinwohl verliehen.