Nach Schießerei am Altmarkt drei Verdächtige identifiziert

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Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht.
Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Duisburg (dpa/lnw) – Zwei Monate nach der Schießerei zwischen Rockern und Mitgliedern eines Clans in Duisburg mit mehreren Verletzten hat die Polizei drei Beteiligte identifiziert. Einen entsprechenden Bericht der «WAZ» bestätigte am Mittwoch ein Sprecher der Duisburger Staatsanwaltschaft. Die drei Männer seien aktuell nicht in Haft, die Ermittlungen liefen weiter, sagte er. Nähere Angaben zum Aufenthaltsort, zur Zugehörigkeit der möglichen Schützen zu einer der beiden Gruppen und allgemein zu den Hintergründen seien derzeit nicht möglich.

Am 4. Mai waren am Duisburg Hamborner Altmarkt bei einem Streit zwischen Rockern und Clan-Mitgliedern mindestens 19 Schüsse gefallen und vier Menschen verletzt worden. Nach ersten Informationen waren rund 100 Menschen an dem Konflikt beteiligt. Nach Angaben der «WAZ» richtet sich das Verfahren dazu gegen 51 Beschuldigte.

Nach dem Gewaltausbruch hatte die Polizei für vier Wochen zwei mobile Videobeobachtungsanlagen an dem Platz installiert. Anfang Juni waren die Kameras wieder abgebaut worden. «Wir sehen hier aktuell keinen neuen Kriminalitätsschwerpunkt, werden aber weiter stark Präsenz zeigen und die Lage vor Ort im Blick behalten», hatte Duisburgs Polizeipräsident Alexander Dierselhuis das begründet. «Sollte sich hier irgendeine Form der Eskalation abzeichnen, handeln wir unverzüglich.»