Kultushafen in Duisburg-Hochfeld jetzt «nationales Projekt»

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Duisburg (dpa/lnw) – Ein Bauprojekt im Duisburger Problem-Stadtteil Hochfeld ist in das Bundesprogramm «Nationale Projekte des Städtebaus» aufgenommen worden. Mit knapp neun Millionen Euro fördert der Bund den einst von der Montanindustrie genutzte Kultushafen in Hochfeld, wie aus einer Übersicht des Bundesbauministeriums hervorgeht. Der Kultushafen soll für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 zu einem «multifunktionalen Freizeit- und Begegnungsraum» entwickelt werden. Der Duisburger Stadtteil Hochfeld hat mit Kinderarmut und Arbeitslosigkeit zu kämpfen.

Auch ein weiteres Projekt im Ruhrgebiet wird mit 7,85 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm unterstützt. In Bochum soll die historische Post zum «Haus des Wissens» mit überregionaler Strahlkraft entwickelt werden. Grundlage ist die Sanierung des Altbaus als Herzstück des Projektes.

Bundesweit werden in diesem Jahr 18 nationale Städtebau-Projekte mit insgesamt rund 75 Millionen Euro gefördert. Der Kultushafen in Hochfeld erhält dabei die höchste Förderung. 79 Bewerbungen waren eingereicht worden. Seit 2014 wurden 211 Projekte in das Programm aufgenommen und mit rund 670 Millionen Euro unterstützt.

Nationale Projekte des Städtebaus sind laut Bundesbauministerium überregional wahrnehmbare Projekte «mit deutlichen Impulsen für die jeweilige Gemeinde oder Stadt, die Region und die Stadtentwicklungspolitik in Deutschland insgesamt». Sie müssen sich durch einen besonderen Qualitätsanspruch ausweisen.