Polizei soll Poloshirts 2023 testen: Kritik von Gewerkschaft

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Düsseldorf (dpa/lnw) – Die neuen Poloshirts für die Polizei in NRW sollen im kommenden Sommer von Beamten in Bochum getestet werden. Ein Probelauf noch in diesem Jahr ist laut Innenministerium nicht möglich: Die Ausschreibung war erst im Juni gestartet, ein interessierter Hersteller müsste seine Prototypen erst im Herbst schicken. Der Gewerkschaft der Polizei (GdP) geht das nicht schnell genug.

Die GdP hatte Innenminister Herbert Reul (CDU) jüngst aufgefordert, bei der Industrie Druck zu machen, so dass der geplante «Trageversuch» noch in diesem Sommer durchgeführt werden könne. Tatsächlich hatten einschlägige Hersteller dem Ministerium laut einer Sprecherin aber schon vor der Ausschreibung signalisiert, dass es wegen der weltweiten Wirtschaftslage mit den Muster-Shirts lange dauern würde. Daher habe man den Interessenten viereinhalb Monate Zeit gegeben, um nach Zuschlag zu liefern. Das wäre spätestens im Winter.

«Ein Trageversuch in den Herbst- und Wintermonaten kommt jedoch nicht in Betracht, da die Poloshirts als Alternative zum Diensthemd für heiße Sommertage bestimmt sind. Nur so ist eine größtmögliche Akzeptanz bei den Polizistinnen und Polizisten zu gewährleisten», so das Innenministerium. Daher sollen die 50 Test-Shirts im Sommer 2023 verteilt werden. So schnell, wie die GdP sich das vorstellt, gehe es nicht – wegen der langen Fristen in der Ausschreibung.