Ministerin setzt beim Wandel der Landwirtschaft auf Dialog

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Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug.
Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Hannover (dpa/lni) – Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast setzt mit Blick auf die Zukunft der Landwirtschaft auf die Gesprächsbereitschaft aller Beteiligten. Ihr gehe es darum, die gesellschaftlichen Erwartungen mit den Einkommensinteressen der Landwirte sowie den Interessen in der gesamten Wertschöpfungskette in Einklang zu bringen, erklärte die CDU-Politikerin am Montag nach einem Konvent zu einem geplanten Gesellschaftsvertrag, an dem sich unter anderem Landwirte, Händler sowie Verbraucher beteiligten. 

Als erste Leitplanke wurde in dem Konvent die Vision einer «zukunftsfähigen, resilienten und nachhaltigen» Landwirtschaft «mit qualitativ hochwertigen, vielfältigen Produkten zu fairen und marktfähigen Preisen», aber auch «hohen Umwelt-, Klimaschutz-, Gesundheits-, Arbeits-, Sozial- und Tierwohlstandards» festgehalten.

Die Ministerin betonte, die Politik müsse immer erklären, «was wir machen und warum wir es machen». Die Gesellschaft verlange den Landwirten schließlich vieles ab, diese müssten aber auch weiter wirtschaften können. Regelmäßige Gespräche seien daher wichtig. Dabei ging Otte-Kinast auch auf Distanz zu den Bauernprotesten in den Niederlanden. «Ich finde die Bilder schrecklich, und ich will die auch hier bei uns so nicht sehen», sagte sie.

Die CDU-Politikerin betonte zudem, dass die Umsetzung gesellschaftlich relevanter Themen in der niedersächsischen Landwirtschaft bereits begonnen habe. Als Beispiele nannte sie die Vorbereitung eines Klimalabels für Lebensmittel, die Beratung zum Biotop- und Artenschutz sowie Projekte zum klimaverträglichen Wirtschaften von Milchbauern auf Moorstandorten.