Prozess um Entführung eines 55-Jährigen gestartet

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Eine Darstellung der Göttin Justitia.
Eine Darstellung der Göttin Justitia. Foto: Carsten Koall/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Entführung eines Mannes vom vergangenen Herbst beschäftigt seit Montag das Düsseldorfer Landgericht. Dort sind fünf Männer und zwei Frauen angeklagt, die im Zusammenhang mit illegalen Geldgeschäften an der Entführung und Erpressung eines 55-Jährigen beteiligt gewesen sein sollen. Anlass soll ein Streit um Rückzahlung höherer Summen gewesen sein.

Laut Anklage haben die fünf Männer aus Wuppertal im vergangenen Oktober den 55-Jährigen entführt, geschlagen und massiv bedroht. Zwei Frauen aus Düsseldorf sollen das Opfer zuvor in eine Sex-Falle gelockt haben. Statt eines Stelldicheins auf dem Parkplatz eines Düsseldorfer Supermarktes sollen dort die Entführer gewartet haben.

Das Opfer wurde demnach in ein Auto gezerrt und in eine Kleingartenanlage nach Wuppertal gebracht. Dort sei es dem 55-Jährigen gelungen, laut um Hilfe zu rufen. Zeugen wurden aufmerksam, hätten sich eingeschaltet und so die Entführung beendet. Dem Opfer seien bei der Entführung Bargeld, Mobiltelefon und Auto geraubt worden.

Drei der Angeklagten haben angekündigt, sich zu den Vorwürfen einlassen zu wollen, darunter der 38-jährige mutmaßliche Haupttäter. Für den Prozess sind bis zum 23. August noch sechs weitere Verhandlungstage angesetzt.