Hausärzte mahnen: Menschen besser vor Hitze schützen

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Stethoskope hängen im Behandlungszimmer einer Hausarztpraxis.
Stethoskope hängen im Behandlungszimmer einer Hausarztpraxis. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Köln (dpa/lnw) – Angesichts erwarteter hochsommerlich-heißer Temperaturen müssen die Menschen nach Einschätzung des Hausärzteverbands besser geschützt werden. Dafür brauche es mehrere Maßnahmen, betonte der Klimaschutzbeauftragte im Hausärzteverband Nordrhein, Ralph Krolewski, am Mittwoch. Besonders Risikogruppen wie Kleinkinder und Senioren sowie chronisch Kranke, die Herzmittel, Medikamente gegen Bluthochdruck, Antidiabetika oder Schmerzmitteln nähmen, müssten unterstützt werden.

In Gesundheitseinrichtungen und Praxen sollten kühle Orte mit Temperaturüberwachung geschaffen werden. Praxisteams müssten auf Risikoerkennung und Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Hitzekollaps vorbereitet sein, mahnte Krolewski laut Mitteilung. Patientinnen und Patienten sollten besser über die Risiken aufgeklärt werden.

Hitzebelastung sei nicht nur ein Problem von Flüssigkeitsmangel. «Wenn die Thermoregulation des menschlichen Körpers überfordert wird, kommt es zu einer kritischen Überhitzung des Organismus.» Bei Hitzewellen – laut Verband mindestens zwei Tage mit sehr bis extrem hohen Temperaturen – könne es zu einer deutlich erhöhten Sterblichkeit kommen.

Zum Basisschutz gehöre: Aufenthalt im Schatten, Vermeidung von Anstrengung, regelmäßiges halbstündliches Wasser-Trinken, Hautbefeuchtung und Kühlen durch Ventilator oder Fächeln.