Wrack der «Moornixe» soll an Ufer restauriert werden

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Das versunkene und wieder aufgetauchte Fahrgastschiff «Moornixe» in Mülheim.
Das versunkene und wieder aufgetauchte Fahrgastschiff «Moornixe» in Mülheim. Foto: Markus Gayk/dpa/Archivbild

Essen (dpa/lnw) – Das vor einem Jahr in der Flut gesunkene und später geborgene Wrack des Fahrgastschiffs «Moornixe» soll seine letzte Stätte am Ufer der Ruhr in Essen finden. Man wolle es zu einem «kulturhistorischen Objekt» machen und an seine Geschichte erinnern, bei der Restaurierung sollten Langzeitarbeitslose mithelfen, sagte Andreas Bußmann von Neue Arbeit der Diakonie Essen. Die Einrichtung, die Arbeitssuchende qualifiziert und bei der Jobsuche hilft, ist der künftige Eigentümer des geschichtsträchtigen Wracks. Zuvor hatte die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» darüber berichtet.

«Das ist eine gute Lösung für das Boot», sagte Heinz Hülsmann, der jetzige Besitzer. Die «Moornixe» war beim Ruhrhochwasser im vergangenen Juli von einem Baum gerammt, mitgerissen und an einem Wehr unter Wasser gedrückt worden. Später wurde das 18 Meter lange Wrack in einer aufwendigen Aktion geborgen. Nach Auskunft der Werft hätte eine Reparatur aber weit mehr als 100.000 Euro gekostet, sagte Hülsmann. Die Aufbauten seien in der Flut abgerissen worden, der Rumpf sei beschädigt worden, der Motor kaputt.

Das Schiff soll laut Neue Arbeit wohl im Frühjahr von seinem jetzigen Standort – der Friedrich Wilhelms-Hütte Mülheim an der Ruhr – auf die «Neue Insel» im Südwesten von Essen gebracht werden. Dort will die Organisation einen Inklusionsbetrieb eröffnen. Wie genau das Wrack hergerichtet wird, entscheidet sich erst noch. Womöglich wird laut Bußmann der zerstörte Aufbau des Schiffs wieder nachgebaut, denkbar sind auch eine kleine Besucherplattform oder ein Café – je nach finanziellen Möglichkeiten. Man suche Kooperationspartner und Sponsoren, sagte er.

Erinnert werden soll an die ganze Geschichte des knapp 90 Jahre alten Schiffs: Unter dem Namen «Baldeney» fuhr es bereits in den 1930er-Jahren auf dem aufgestauten Baldeneysee bei Essen, später als «Nixe» auf der Mosel und als «Moornixe» in Ostfriesland, bevor es 2020 zurück an die Ruhr gebracht wurde.