EVK Mettmann spendet Betten für die Ukraine

50
Per Laster gingen die ausrangierten Betten auf den Weg in die Ukraine. Foto: EVK Mettmann
Per Laster gingen die ausrangierten Betten auf den Weg in die Ukraine. Foto: EVK Mettmann

Mettmann. Der Straßenverkehr vor dem Evangelischen Krankenhaus Mettmann wurde in der vergangenen Woche zeitweilig durch neue „Verkehrsteilnehmer“ aufgemischt. Denn neben Autos, Radfahrern und Fußgängern querten auch neue und alte Krankenhausbetten die Gartenstraße.

Mehr als 150 neue, modern ausgestattete Krankenhausbetten ziehen nun sukzessiv ins EVK Mettmann ein, die ersten LKW-Lieferungen sind bereits eingetroffen. Während die neuen, voll elektrischen Betten in Zukunft mehr Komfort für Patienten und Pflegefachkräfte bieten, haben die veralteten, teils noch mechanischen Patientenbetten ausgedient – zumindest im EVK Mettmann. Andernorts werden sie dringend benötigt.

Fast 100 ausrangierte Betten gehen daher als Spende in die Ukraine und finden hier die Weiterverwendung. Dank der Hilfsorganisationen Rumänien Sunshine e.V. und „Meckenheim hilft“, der tatkräftigen Mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr Mettmann und dem Unternehmen Haribo, das den LKW für den Transport in die Ukraine zur Verfügung gestellt hat, sind bereits die ersten Betten auf dem Weg ins Kriegsgebiet.

Die Johanniter Unfallhilfe wird nun zeitnah einen weiteren Transport der restlichen Betten organisieren, damit auch diese schnellstmöglich in der Ukraine zum Einsatz kommen können.

„Wir freuen uns immer wieder zu sehen, wie schnell und unbürokratisch Hilfe in Krisenzeiten funktioniert“, sagt Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido. Für sie war es selbstverständlich, die veralteten Betten nicht zu verkaufen, sondern zu spenden. „Natürlich ist der Grund ein trauriger und wir hoffen, dass der Krieg bald ein Ende findet. Wir können aktuell nicht viel tun, außer die Ukraine nochmals mit Spenden zu unterstützen und hoffen, dass die Betten die Patientenversorgung vor Ort etwas erleichtern können.