Verdacht der Zwangsprostitution: Zwei Männer in U-Haft

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Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach einer Polizeistreife.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Wegen des Verdachts der Zwangsprostitution, des Besitzes von Kinderpornografie und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sind zwei Männer (20, 26) in Düsseldorf festgenommen worden. Ihnen werde unter anderem vorgeworfen, zwei minderjährige männliche Jugendliche dazu veranlasst zu haben, sich zu prostituieren. Bei einer Durchsuchung ihrer Wohnung in Düsseldorf sei in der vergangenen Woche umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, teilten Polizei und die bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf angesiedelte Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW) am Freitag mit.

Die beiden Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft. Die Auswertung der Beweismittel und die Vernehmungen der Beschuldigten dauerten an, hieß es weiter.

Den Männern wird vorgeworfen, über soziale Medien Kontakt zu Minderjährigen aufgenommen und sie zu Partys eingeladen zu haben. Dort seien die Jugendlichen mit Alkohol und Kokain konfrontiert worden. Ziel der Beschuldigten sei gewesen, die Minderjährigen der Prostitution zuzuführen und auch für sich selbst sexuell gefügig zu machen.

Der Ursprung des Ermittlungsverfahrens lag in Münster, wurde zuständigkeitshalber jedoch an die ZeOS NRW abgegeben. Die Behörden wiesen darüber hinaus darauf hin, dass in den sozialen Medien zu dem Sachverhalt vermehrt Spekulationen und Fehlinformationen verbreitet würden. Weitere Angaben zu dem Fall würden derzeit nicht gemacht.