CDU für Sofortprogramm zur Gewinnung von Arbeitskräften

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Wiener. Foto: Büro Wiener
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Wiener. Foto: Büro Wiener

Mettmann. Der Fachkräftemangel droht für Deutschland zu einer Wachstums- und Wohlstandsbremse zu werden. Klaus Wiener und die CDU fordern Sofortprogramm zur Gewinnung von Arbeitskräften.

„Wie groß die Probleme mittlerweile sind, erleben wir dieser Tage ganz besonders deutlich im Flug- und Bahnverkehr. Ausfälle und massive Verspätungen sind eher die Regel als die Ausnahme“, heißt es von der CDU. Verlässliche Reiseplanung sei kaum noch möglich. Das sie für eine hochentwickelte Volkswirtschaft wie die deutsche keine Kleinigkeit.

Was die Situation im Flug und Bahnverkehrt angeht, so nimmt der heimische Bundestagabgeordnete Klaus Wiener die Regierung in der Pflicht: „Die Regierung muss jetzt schnelle und wirksame Lösungen für die chaotische Situation im deutschen Fernverkehr finden, anstatt die Verantwortung von sich zu schieben“, betont der CDU-Politiker und fordert: „Wir brauchen zum Beispiel einen Flugreise-Gipfel, um die Situation kurzfristig zu entspannen. Zudem muss sichergestellt werden, dass bei einer erforderlichen kurzfristigen Anwerbung von Personal aus dem Ausland keine Abstriche bei der luftsicherheitsrechtlichen Zuverlässigkeitsüberprüfung gemacht werden. Die Menschen freuen sich auf ihre wohlverdiente Urlaubs-Erholung. Und die sollte nicht an politischer Untätigkeit scheitern.“

Wiener weiter: „Zusätzlich zu den Problemen im Verkehrsbereich muss die Bundesregierung endlich auch Verantwortung übernehmen und Sofortmaßnahmen für mehr Arbeits- und Fachkräfte auf den Weg bringen. Das Thema muss der Bundeskanzler zur Chefsache machen und kurzfristig eine Strategie zur Arbeits- und Fachkräftegewinnung vorlegen.“ Gemeinsam mit seiner Fraktion fordert Wiener die Bundesregierung zu konkreten Maßnahmen auf: Etwa die Arbeitsagenturen und Jobcenter anzuhalten, zügig und unter Nutzung aller Möglichkeiten die Unternehmen bei der Einstellung von Arbeitskräften zu unterstützen, beispielsweise durch Lohnkostenzuschüsse oder durch umfassende persönliche Unterstützung der Bewerber; die berufliche Aus- und Weiterbildung sowohl finanziell als auch im gesellschaftlichen Ansehen attraktiver zu machen, zum Beispiel mithilfe eines vollumfänglichem „Azubi-Tickets“ für den öffentlichen Personennahverkehr oder bezahlbaren Wohnraums für Auszubildende; flexible und abschlussorientierte Nach- beziehungsweise Teilqualifizierungen für Geringqualifizierte und Quereinsteiger zu ermöglichen; die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern, etwa durch die Erleichterung des Wiedereinstiegs in den Arbeitsmarkt nach der Elternzeit, eine bessere Kinderbetreuung in der Fläche, die Verbesserung der steuerlichen Absetzbarkeit erwerbsbedingter Kinderbetreuungskosten, sowie flexible Arbeitszeitmodelle.

Und schließlich: Was die Zuwanderung von Arbeitskräften angeht, so brauche es keinen Spurwechsel, mit der illegale Zuwanderung im Nachhinein legitimiert wird, sondern eine Initiative für qualifizierte Zuwanderung – so wie viele andere Länder es auch seit langem praktizieren.

„Als CDU/CSU-Bundestagsfraktion wollen wir aber nicht nur eine kurzfristige Abhilfe bezüglich des Arbeitskräftemangels, sondern auch, dass der Arbeitsmarkt für die Zukunft gut aufgestellt wird“, betont Klaus Wiener. „Und was wir dafür jetzt brauchen, ist eine Fachkräftestrategie aus einem Guss!“